Bedienungsanleitung
Power Quality Analysesoftware
WebPQ®
WebPQ displayed on smartphone, desktop monitor, and laptop

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass diese Bedienungsanleitung möglicherweise nicht immer den aktuellen Stand der Softwareversion widerspiegelt. Bei Software-Updates kann es vorkommen, dass die vorliegende Beschreibung in einigen Punkten nicht mehr zutrifft. In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an uns oder nutzen Sie die aktuelle Version der Bedienungsanleitung, die Sie auf unserer Internetseite www.a-eberle.de finden.

Herausgeber:

A. Eberle GmbH & Co. KG Frankenstraße 160
D-90461 Nürnberg

Telefon: 0911 / 62 81 08 0
Telefax: 0911 / 62 81 08 99
E-Mail: info@a-eberle.de
Internet: www.a-eberle.de

Die Firma A. Eberle GmbH & Co. KG übernimmt keine Haftung für Schäden oder Verluste jeglicher Art, die sich aus Druckfehlern oder Änderungen in dieser Bedienungsanleitung ergeben.

Ebenso übernimmt die Firma A. Eberle GmbH & Co. KG keine Haftung für Schäden und Verluste jeglicher Art, die durch Verwendung der Software oder durch vom Anwender durch die Software veränderte Geräte entstehen.

Copyright 2025 A. Eberle GmbH & Co. KG Änderungen vorbehalten.


Table of Contents


1. Benutzerführung

In der Bedienungsanleitung sind alle wichtigen Informationen für die Installation und den Betrieb zusammengefasst. Lesen Sie die Bedienungsanleitung vollständig durch und verwenden Sie das Produkt erst, wenn Sie die Bedienungsanleitung verstanden haben.

1.1. Zielgruppe

Diese Bedienungsanleitung richtet sich an ausgebildetes Fachpersonal sowie geschultes und geprüftes Bedienpersonal. Der Inhalt dieser Bedienungsanleitung ist den mit der Installation und dem Betrieb des Systems beauftragten Personen zugänglich zu machen.

1.2. Warnhinweise

Warnhinweise sind wie folgt aufgebaut:

Art und Quelle der Gefahr!
GefahrFolgen bei Nichtbeachtung.
SignalwortMaßnahmeMaßnahme, um die Gefahr zu vermeiden.

Warnhinweise unterscheiden sich nach Art der Gefahr wie folgt:

GefahrWarnt vor einer unmittelbar drohenden Gefahr, die zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn sie nicht gemieden wird.
Gefahr
WarnungWarnt vor einer möglicherweise gefährlichen Situation, die zu mittelschweren oder leichten Verletzungen führt, wenn sie nicht gemieden wird.
Warnung
VorsichtWarnt vor einer unmittelbar drohenden Gefahr, die zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn sie nicht gemieden wird.
Vorsicht
HinweisWarnt vor einer möglicherweise gefährlichen Situation, die zu Sach- oder Umweltschäden führt, wenn sie nicht gemieden wird.
Hinweis

1.3. Tipps

HinweisTipps zum sachgerechten Umgang mit der Software und Empfehlungen.
Hinweis

1.4. Weitere Symbole

1.5. Mitgeltende Dokumente

Beachten Sie für die sichere und korrekte Verwendung der Software auch die zusätzlich mitgelieferten Dokumente sowie einschlägige Normen und Gesetze.

1.6. Aufbewahrung

Bewahren Sie die Bedienungsanleitung, inklusive der mit geltenden Dokumente griffbereit in der Nähe des Systems auf.


2. Lieferumfang, Bestellmerkmale und Systemvoraussetzungen

2.1. Lieferumfang


2.2. Bestellmerkmale

WebPQ® Datenbanksoftware inkl. PostgreSQL Datenbank zur vollautomatisierten Verarbeitung und Auswertung von Power Quality Daten in Ihrer IT-Umgebung! In den Grundversionen immer inkl. 3 Units – per Addon aber unbegrenzt erweiterbar.

2.2.1. Funktionsumfang

2.2.2. Lizenzen

LizenztypBeschreibungArtikelnummer
WebPQ Basicinkl. 3 Units für maximal 30 Units mit Basic FunktionsumfangL.900.9266.10
WebPQ Professionalinkl. 3 Units für bis zu maximal 100 Units mit Professional FunktionsumfangL.900.9266.20
WebPQ Enterpriseinkl. 3 Units für Systeme > 100 Units mit Enterprise FunktionsumfangL.900.9266.30

WebPQ Erstbestellung - Anzahl der Units

Anzahl UnitsArtikelnummer
10 UnitsL.900.9266.1010
30 UnitsL.900.9266.1025
50 UnitsL.900.9266.2050
100 UnitsL.900.9266.2100
500 UnitsL.900.9266.3500
1000 UnitsL.900.9266.3599

verfügbare WebPQ Addons

Addon NameArtikelnummer
WebPQ Add on "Fleetmanagement"L.900.9265.32
WebPQ Add on "Nequal-Export"L.900.9265.34

nachträgliche Units

Anzahl UnitsArtikelnummer
WebPQ Addon 10 UnitsL.900.9266.60
WebPQ Addon 50 UnitsL.900.9266.61
WebPQ Addon 100 UnitsL.900.9266.62

Wartungsvereinbarungen

WartungsvereinbarungArtikelnummer
WebPQ Wartungsvereinbarung jährlichL.900.9066.10.01
WebPQ Wartungsvereinbarung einmaligL.900.9066.10.02

2.3. Systemvoraussetzungen

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Hinweis: Die folgenden Seiten enthalten die Systemvoraussetzungen der Software WebPQ. Bitte beachten Sie, dass diese Anforderungen möglicherweise nicht immer den aktuellen Stand der Softwareversion widerspiegeln. Bei Software-Updates kann es vorkommen, dass die vorliegende Beschreibung in einigen Punkten nicht mehr zutrifft. In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an uns oder nutzen Sie die aktuelle Version der Systemanforderungen, die Sie auf unserer Internetseite www.a-eberle.de finden.

Herausgeber:
A. Eberle GmbH & Co. KG Frankenstraße 160 D-90461 Nürnberg


2.3.1. Unterstützte Betriebssysteme & Browser

2.3.2. Unterstützte Datenbanksysteme

*PostgreSQL wird ab WinPQ > 6.2 unterstützt. **Individueller Bestellvorgang und Lizenzschlüssel sind notwendig! Unbedingt Rücksprache halten.


2.3.2.1. Datenbankeinstellungen

2.3.2.1.1. Datenbankeinstellungen / Besonderheiten MicrosoftSQL

Wenn die WebPQ mit MS-SQL betrieben werdern soll, muss der MS-SQL-Server so konfiguriert werden, dass er Mixed-Mode-Authentifizierung unterstützt. Dies ist notwendig, damit die WebPQ auf die Datenbank zugreifen kann. Alternativ hierzu kann auch ein Windows-Benutzer mit entsprechenden Rechten für den Zugriff auf die Datenbank verwendet werden. Dieser Benutzer muss dann im Service der WebPQ als User hinterlegt werden.


2.3.3. Minimale Systemanforderungen

2.3.4. Empfohlene Systemkonfiguration


2.3.5. Betrieb in einer Terminalserverumgebung

Der Betrieb von WebPQ in einer Terminalserverumgebung ist technisch möglich, jedoch in der Regel nicht erforderlich, da WebPQ als Webanwendung über einen integrierten Webserver bereitgestellt wird. Die Installation erfolgt direkt auf dem Terminalserver; das Konfigurationsverzeichnis wird standardmäßig im Systemordner %programdata% abgelegt.

Administrationshinweise:

Zugriffsmodell für Anwender:

Technische Empfehlungen:

2.3.6. Empfohlene Tools

2.3.7. Empfohlene Zertifikate


2.3.8. Typische Systemkonfiguration / Systemschaubild / Begriffsdefinition

Diagramm der typischen WebPQ-Systemkonfiguration mit Server, Client, Datenbank, Messgeraeten, NTP-Server und SMTP-Server

Benötigte Portnummern für die Kommunikation:

Freigaben in Gateways und Firewalls sind von Zeile zu Spalte zu erledigen (z.B. vom WebPQ Client ist die Freigabe auf den Server mit Port 8443 - HTTPS vorzunehmen um die Benutzung der Daten auf dem Client zu ermöglichen)

WebPQ ServerWebPQ ClientDatabase ServerPQI-D (REG-COM)PQI-DA smart / PQI-DE / PQI-LVNTP ServerSMTP ServerWebserver of Device PQI-DA smart / PQI-DE / PQI-LV
WebPQ Serverxx5432 PostGre, 3306 MySQL8000 TCP, 1111 TCP5040 TCP-CCCI, 22 SSH123 NTP587 STARTTLS, 465 SSL/TLS8443 HTTPS
WebPQ Client8443 HTTPS, 1701 … 170X ParaPQIDxxxxxxx
Database Serverxxxxxxxx
PQI-D (REG-COM)xxxxxxxx
PQI-DA smart / PQI-DE / PQI-LVxxxxx123 NTPxx
NTP Serverxxxxxxxxx
SMTP Serverxxxxxxxx
Webserver of Device PQI-DA smart / PQI-DE / PQI-LVxxxxxxxx

* 1701...170X: Bereich für spezifische Ports für PQI-D`s, abhängig von der Konfiguration.

Typische Datenmengen in der Kommunikation

Die Anbindung eines Messgeräts an die WebPQ-Datenbank erzeugt in der Standardkonfiguration etwa 20 MB pro Woche. Da der Auslesevorgang ein kontinuierlicher Prozess ist, erfordert die Datenübertragung eine minimale Geschwindigkeit von lediglich 200 kbit/s.


2.3.9. Kunden-Checkliste – Systeminformationen & Anforderungen

Nachfolgende Checkliste dient der Erfassung von Systeminformationen und Anforderungen für die WebPQ-Installation um eine reibungslose und schnelle Dienstleistung zu ermöglichen . Bitte füllen Sie die entsprechenden Felder aus und senden Sie die ausgefüllte Checkliste an Ihren Ansprechpartner bei A. Eberle.

2.3.9.1. WinPQ Informationen

2.3.9.2. Allgemeine Datenbank-Informationen

2.3.9.3. Allgemeine Geräteinformationen

Hinweis: Die Summe aus Geräten und Benutzern ergibt die benötigte Anzahl an Units für WebPQ. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich gerne an Ihren Ansprechpartner bei A. Eberle.


2.3.9.4. Allgemeine Serverinformationen

2.3.9.5. Allgemeine Dienstleistungs-Informationen


3. Sicherheitshinweise


4. Bestimmungsgemäßer Einsatz

Das Produkt WebPQ dient ausschließlich zur Bewertung von Power Quality Messdaten und Energiemessdaten im Energienetz in der Nieder,- Mittel- und Hochspannung. Wird die Software in einer vom Hersteller nicht festgelegten Weise benutzt, so kann es unter Umständen zu Schäden kommen!


5. Installation

Die Installation von WebPQ erfolgt in mehreren Schritten, die die Installation, die administrative Konfiguration und schließlich die Erstinitialisierung umfassen. Ab 2025, mit der Übernahme vieler Funktionen von WinPQ durch WebPQ, stehen verschiedene Installationsoptionen und Betriebsarten zur Verfügung.

5.1. Installation und Betrieb der Software WebPQ als Stand Alone-Version

Diese Option ist geeignet, wenn die Grundfunktionen der WebPQ, die sich im Funktionsumfang stetig weiterentwickeln, ausreichen und keine speziellen Anforderungen an Exportformate oder die Anbindung von Geräten aus der Klassikplattform (PQI-D / PQI-DA) bestehen.

5.2. Betrieb der Software WinPQ parallel zur Software WebPQ

Generell ist die WinPQ-Software immer Teil der Lizenz und der Lieferung der Software WebPQ und kann während des Installationsvorgangs an- oder abgewählt werden.

Für eine Deinstallation der Software WinPQ ist ein separater Deinstallationsassistent verfügbar der hier beschrieben ist.

Bitte beachten Sie unbedingt die Kompatibilitätsangaben und Versionen der unterstützten Datenbanken aus dem Kapitel Systemvoraussetzungen
Hinweis

5.3. Aktivierung der Software WebPQ über Activation Key

Ab WebPQ Version 2.1 muss die Installation mit einem Activation Key aktiviert werden. Nach der Installation erscheint bis zur Aktivierung oben ein Hinweisdialog oder direkt das Aktivierungsfenster. Die Software kann maximal 30 Tage ohne Aktivierung genutzt werden; innerhalb dieser Frist ist der Activation Key einzuspielen.

Dialog zur Aktivierung der WebPQ-Installation mit Activation Key

Die Aktivierungsdatei wird über die Hardware ID des Hosts generiert und ist nur auf diesem Host lauffähig. Für die Aktivierung der Software ist keine direkte Internetverbindung notwendig, jedoch ist eine Dateitransfer vom Host auf einen anderen PC mit Internetverbindung notwendig um den Activation Key über (https://activate-license.powerquality.cloud/) zu aktivieren.

Wenn sich die Hardware des Hosts später ändert, ist die gespeicherte Aktivierung nicht mehr gültig und der Aktivierungsprozess muss erneut durchgeführt werden. Gegebenenfalls muss zuvor die bisherige Aktivierung durch den Support zurückgesetzt werden.

Gehen Sie hierzu wie folgt vor:

Falls Sie einen Systemumzug planen oder sich die Hardware des Hosts ändert, ist eine erneute Aktivierung der Software notwendig. Hierzu ist der oben beschriebene Prozess zu wiederholen. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte unseren Support unter pqsys-support@a-eberle.de

Details zum späteren Austausch, zur Verlängerung oder zur Reaktivierung der Lizenz innerhalb der laufenden Anwendung finden Sie im Kapitel Lizenzmanagement.


5.4. Installationsvarianten

  1. WebPQ Installation mit Datenbank (PostgreSQL) - Standardfall

    Die PostgreSQL-Datenbank wird zusammen mit der Anwendung WebPQ direkt auf dem Host installiert. Diese Installationsvariante ist besonders für kleinere und mittlere Systeme (bis max. 200 Geräte) empfehlenswert. Die PostgreSQL-Datenbank wird während der Installation ebenfalls mit installiert. Individuelle Verzeichnisstrukturen können während der Installation angepasst werden.

  2. WebPQ Installation ohne Datenbank und Anbindung an eine vorhandene Datenbank oder Installation einer PostgreSQL-Datenbank auf einem dedizierten Server

    Diese Option ist geeignet, wenn eine vorhandene Datenbankinfrastruktur genutzt werden soll oder die PostgreSQL-Datenbank auf einem separaten Server installiert wird.

  3. WebPQ Installation mit paralleler WinPQ Installation mit oder ohne Datenbank

    Um Funktionen im Bereich der Software WinPQ weiterhin zu verwenden, ist diese Installationsart zu wählen. Es muss entschieden werden, welche Instanz (WinPQ oder WebPQ) die Kommunikationsschicht zu den Geräten übernimmt.


5.5. Installation

Die Software WebPQ wird über einen Installationsassistenten „WebPQ_Setup.exe“ mit Angabe der Version über unser Portal https://software.a-eberle.de mit einem dediziertem einmaligen Zugang unter Angabe der SHA256 Hashsumme sicher an Sie ausgeliefert. Bitte prüfen Sie gegebenenfalls zu Ihrer eigenen Sicherheit die Übereinstimmung der angegebenen Checksummen.

5.5.1. Start und Sprachauswahl

Die Installation der Software ist über einen Doppelklick auf die Anwendung „WebPQ_Setup_x.y.z.exe“ zu starten. Im Anschluss ist die Installation in der Benutzerkontensteuerung mit „JA“ zu bestätigen . Im Anschluss ist eine Sprachauswahl für den Assistenten zu treffen

Installationsassistent mit Sprachauswahl

5.5.2. Lizenzabkommen

Zustimmung der Lizenz Bedingungen. Nähere Informationen zu den Bedingungen sowie zum Wartungsvertrag entnehmen Sie bitte Ihren Lieferunterlagen.

Lizenzvereinbarung im Installationsassistenten

5.5.3. Zielverzeichnis

Es kann ein Zielverzeichnis für die Installation festgelegt werden. In dieses Zielverzeichnis werden sämtliche für den Betrieb notwendigen Daten hinterlegt. Userspezifische Daten sind im Verzeichnis %programdata%/aeberle/webpq zu finden.

Installationsassistent mit Auswahl des Zielverzeichnisses

5.5.4. Lizenz Datei

Für den Betrieb der Software ist eine Lizenz erforderlich. Diese Datei im JSON Format wird Ihnen während der Erstlieferung oder im Falle eines Wartungsvertrages zugesendet. Über "Durchsuchen" kann die JSON Datei ausgewählt werden und wird direkt vom Assistenten auf Gültigkeit geprüft. Falls Ihnen die Datei abhanden gekommen ist, nehmen Sie bitte unter Zuhilfenahme Ihrer Auftragsnummer und Kundennummer gerne Kontakt zu A.Eberle auf.

Installationsassistent mit Auswahl der Lizenzdatei
Die Lizenz Datei wird während des Installationsprozesses in den Ordner %programdata%/aeberle/webpq als licence.json abgelegt
Hinweis

5.5.5. Auswahl WinPQ

Wenn die Software WinPQ installiert werden soll, ist diese hier auszuwählen. Informationen warum das notwendig sein kann sind unter Betrieb der Software WinPQ parallel zur Software WebPQ zu finden.

Installationsassistent mit Auswahl von WinPQ

5.5.6. Datenbankinstallation

Es kann zwischen den Modi aus beschriebenen Installationsvarianten gewählt werden.

Installationsassistent mit Auswahl der Datenbankinstallation

5.5.6.1. PostgreSQL installieren

In diesem Modus werden folgende Schritte durchgeführt:

Die Standardpasswörter sollten in jedem Fall geändert werden, da es sonst zu einer erheblichen Sicherheitslücke kommen kann. Besser ist die Verwendung der erweiterten Installation um die Kennwörter individuell festlegen zu können!
Hinweis

5.5.6.2. Erweiterte PostgreSQL Installation (empfohlen)

In diesem Modus wird die PostgreSQL Datenbank mit individuellen Einstellungen installiert

Installationsassistent fuer die erweiterte PostgreSQL-Installation

Dieser Modi kommt in Frage, wenn eine Datenbank verwendet werden soll, welche entweder auf einem anderen Server läuft oder evtl. bereits auf dem Host verfügbar ist. Wichtig ist, dass nach Abschluss des Assistenten folgende Daten für die Verbindung bereitstehen. Auf Groß- und Kleinschreibung ist bei den Parameternamen zu achten!


5.6. PostgreSQL Backup-Spiegel mit Streaming Replication

Für Installationen mit dediziertem PostgreSQL-Server kann zusätzlich ein laufend aktualisierter Backup-Spiegel eingerichtet werden. Dabei wird ein zweiter PostgreSQL-Server als Replik des Produktivsystems betrieben.

5.6.1. Backup-Philosophie

Ein Replikationsserver erhöht die Ausfallsicherheit, ersetzt aber keine klassische Datensicherung.

Empfohlen wird daher die Kombination aus:

Die Replikation schützt vor Server- oder Hardwareausfall. Klassische Backups schützen zusätzlich vor Bedienfehlern, logischen Datenfehlern und dem versehentlichen Löschen bereits replizierter Daten.

5.6.2. Voraussetzungen

Sie benötigen:

5.6.3. Ziel

Der Backup-Server ist eine laufend aktualisierte Kopie des Hauptservers. Änderungen aus dem Produktivsystem werden automatisch übertragen. Der Backup-Server ist im Normalbetrieb nur lesbar.

5.6.4. Vereinfachtes Schema

Server A = Hauptserver / Produktivsystem
    -> WebPQ Anwendung
    -> PostgreSQL Primärdatenbank
    -> aktive Schreibzugriffe

Server B = Backup-Server / Spiegel
    -> PostgreSQL Replik
    -> laufende Übernahme der Änderungen von Server A
    -> nur lesender Betrieb im Normalfall

5.6.5. Schritt 1: Hauptserver vorbereiten

Öffnen Sie auf dem Hauptserver die Datei postgresql.conf und setzen Sie mindestens folgende Werte:

wal_level = replica
max_wal_senders = 5

Öffnen Sie danach die Datei pg_hba.conf und erlauben Sie den Replikationszugriff für den Backup-Server oder das entsprechende Netzwerk. Beispiel:

host replication replicator 192.168.1.0/24 md5

Erstellen Sie anschließend einen Benutzer für die Replikation:

CREATE ROLE replicator WITH REPLICATION LOGIN PASSWORD 'passwort';

Starten Sie PostgreSQL auf dem Hauptserver danach neu.

5.6.6. Schritt 2: Backup-Server einrichten

Stoppen Sie PostgreSQL auf dem Backup-Server.

Leeren Sie anschließend das PostgreSQL-Datenverzeichnis auf dem Backup-Server. Dabei dürfen keine alten Datenreste verbleiben.

Kopieren Sie danach die Datenbasis vom Hauptserver mit pg_basebackup:

pg_basebackup -h SERVER_A_IP -D /var/lib/postgresql/data -U replicator -P -R

Ersetzen Sie SERVER_A_IP durch die Adresse des Hauptservers und passen Sie das Zielverzeichnis an Ihre PostgreSQL-Installation an.

5.6.7. Schritt 3: Backup-Server starten

Starten Sie PostgreSQL auf dem Backup-Server. Die Synchronisation beginnt danach automatisch.

5.6.8. Funktion prüfen

Auf dem Hauptserver kann der Replikationsstatus zum Beispiel wie folgt geprüft werden:

SELECT * FROM pg_stat_replication;

Wenn der Backup-Server dort als aktive Verbindung erscheint, läuft die Replikation.

5.6.9. Verhalten im Betrieb

5.6.10. Verhalten im Notfall

Wenn der Hauptserver ausfällt, kann der Backup-Server manuell zum neuen Hauptserver hochgestuft werden:

pg_ctl promote

Danach arbeitet der bisherige Backup-Server selbstständig als Hauptserver weiter.

Ein automatisches Zurückschalten auf den ursprünglichen Hauptserver erfolgt nicht. Wenn der alte Hauptserver später wieder verwendet werden soll, muss er erneut als Replik oder als neues Primärsystem eingerichtet werden.

5.6.11. Hinweise


5.7. Erstinitialisierung der WebPQ

Die WebPQ muss zu Beginn mit einem Administrator in der Applikationsebene und gewissen Grundeinstellungen wie z.B. globalen Passwortrichtlinien erst initialisiert werden. Die Erstinitialisierung muss immer vorgenommen werden, wenn in der Administrativen Ebene eine neue Datenbankverbindung auf eine vorhanden WinPQ Datenbank angelegt wird! Im Normalfall erscheint wie beschrieben der Erstinitialisierungsdialog nach der Installation automatisch.

Die Grundeinstellungen gliedern sich in acht Bereiche

  1. Willkommensseite

  2. Sprache und Layout

  3. Zeitzonensetting

  4. Passwortrichtlinie

  5. Benutzerkennung und Daten

  6. Datenschutzerklärung

  7. Sicherung des Encryption Keys

  8. Zusammenfassung

  9. Übernahme der Daten

Erläuterungen zu den Teilbereichen:


5.7.1. Schritt 2: Sprache und Layout

Die Sprache und das Layout werden im Userkonto hinterlegt, können aber nochmalig nach Login angepasst werden

Erstinitialisierung Schritt zur Auswahl von Sprache und Layout

5.7.2. Schritt 3: Zeitzone des Benutzers

Die Zeitzone des Nutzers muss festgelegt werden, um die Zeiten in den verschiedenen Zeitzonen korrekt anzuzeigen. Jede Messstelle erhält zudem eine eigene, individuelle Zeitzone. Der Nutzer kann zwischen den unterschiedlichen Zeitzonenansichten wählen.

Erstinitialisierung Schritt zur Auswahl der Benutzerzeitzone

5.7.3. Schritt 4: Passwortrichtlinie und Firmen- / Mandantenname

Im Bereich der KRITIS sind Passwort Policy pro Unternehmen meist durch die zentrale IT festgelegt. Die Einstellung hier wirkt für alle erstellten Kennwörter im Rahmen der weiteren Administration. Das Setting kann im Nachgang noch individuell verändert werden. Siehe hierzu auch: Mandanteneinstellungen1

Folgende Einstellungen sind möglich:

Erstinitialisierung Schritt fuer Passwortrichtlinie und Firmen- oder Mandantenname

1
Mandanten werden verwendet, um Ressourcen (Benutzer, Geräte) durch administrative Rechte und Datenspeicherung voneinander zu isolieren. Jede Ressource in WebPQ™ wird von einem eigenen Mandanten gehalten. Ein Mandant repräsentiert typischerweise ein reales Unternehmen oder eine Abteilung/ein Projekt in einem Unternehmen. Mandanten sind in einer Baumstruktur organisiert, so dass ein Mandant Untermandanten haben kann und die Untermandanten wiederum eigene Untermandanten haben können. Alle administrativen Aufgaben können von den Administratoren eines Mandanten und von den Administratoren aller übergeordneten Mandanten in der Baumstruktur erledigt werden. Geräte und Benutzer von Untermandanten sind neben den eigenen Geräten des Mandanten für den besitzenden Mandanten sichtbar und zugänglich. Die Mandantenfähigkeit ist ein lizenzpflichtiges Modul im System.


5.7.4. Schritt 5: Benutzerkennung

Hier wird der Hauptadministrator des System festgelegt. Die verwendeten Kennwörter sind unbedingt sicher aufzubewahren. Eine Wiederherstellung des root Kontos ist nur unter Datenverlust möglich.

Erstinitialisierung Schritt zur Anlage des Hauptadministrators
Das eingegebene administrative Kennwort ist sicher zu verwahren und darf nicht verloren gehen! Eine Wiederherstellung ohne Datenverlust ist nicht möglich!
Hinweis

5.7.5. API- und Swagger-Zugriff

Die statischen Swagger- und OpenAPI-Ressourcen von WebPQ sind keine öffentlichen Download-URLs. Die Customer-API-Beschreibung unter /swagger.html, /swagger.json und /integration-swagger.json erfordert immer eine authentifizierte WebPQ-Sitzung oder einen gültigen Bearer-Token.

Für Administratoren und Entwickler bedeutet das:

Falls in den erweiterten Einstellungen ein SMTP-Server konfiguriert ist, kann das Passwort über die Passwort-Reset-Funktion mithilfe der eingegebenen E-Mail-Adresse wiederhergestellt werden.

Informationen zum Passwort Reset sind zu finden unter: Passwort vergessen


5.7.6. Schritt 6: Datenschutzerklärung

Wenn Sie Ihren Mitarbeitern der Kunden eine individuelle Datenschutzvereinbarung erstellen möchten, können das direkt hier erledigt werden. Die Software loggt im Rahmen der Anforderungen z.B. aus dem BDEW- Whitepaper auf dem Server die geforderten Informationen automatisch mit.

Informationen zum Audit Logging sind zu finden unter: Audit Logging

Erstinitialisierung Schritt zur Datenschutzerklaerung

5.7.7. Schritt 8: Übernahme der Daten & Sicherung des Master Keys

Die Anwendung verschlüsselt sensible Daten mit einem zentralen Verschlüsselungsschlüssel im AES-256-CBC verfahren als so genannten Master Encryption Key. Dieser Schlüssel wird in der Konfigurationsdatei settings.json gespeichert und wird mit den Sicherheitsfunktionen Ihres Betriebssystems verschlüsselt. Da sich durch Upgrades des Betriebssystems oder die Migration auf einen anderen Computer die Funktionsweise dieser Sicherheitseinrichtungen ändern kann, besteht ein gewisses Risiko des Verlusts von Daten, die mit dem Master Encryption Key verschlüsselt wurden. Es ist sehr wichtig, dass Sie diese Informationen JETZT herunterladen oder sicher zu verwahren! Es wird keine weitere Gelegenheit geben, dies zu tun.

Nachdem alle Daten eingegeben worden sind, werden diese an die Datenbank übertragen und die Anwendung wird neu durchgestartet.

Erstinitialisierung Schritt zur Sicherung des Master Keys

5.8. Deinstallation / Entfernen der Software

Die WebPQ-Software wird in der Regel zusammen mit einer lokal laufenden Postgre-Datenbank installiert. Daher müssen sowohl die Software als auch die Datenbank in zwei separaten Schritten deinstalliert werden, falls erforderlich.

5.8.1. Deinstallation der WebPQ-Software

Die Deinstallation der WebPQ-Software erfolgt über den Windows-eigenen Deinstallationsassistenten. Dieser kann entweder über die Systemsteuerung oder über die Suche im Windows-Startmenü aufgerufen werden.

5.8.2. Deinstallation der Datenbank

Die Datenbank muss über die Windows-Diensteverwaltung deinstalliert werden. Hierzu ist der Dienst „WebPQDatabase“ zu stoppen und zu entfernen. Anschließend können die Datenbankdateien manuell gelöscht werden.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Öffnen Sie die Windows-Diensteverwaltung.

  2. Stoppen Sie den Dienst „WebPQDatabase“.

  3. Deinstallieren Sie den Dienst „WebPQDatabase“.

  4. Löschen Sie die Datenbankdateien im Installationsverzeichnis der Datenbank (Standard: C:\Program Files\WebPQDatabase).

Alternativ kann die Deinstallation auch über die Kommandozeile erfolgen. Öffnen Sie dazu die Kommandozeile mit Administratorrechten und geben Sie die folgenden Befehle ein:

sc stop WebPQDatabase
sc delete WebPQDatabase

5.8.3. Löschen der temporären und exportierten Dateien

Die Software WebPQ legt temporäre Dateien und exportierte Dateien im Verzeichnis %programdata%/aeberle/webpq ab. Diese Dateien können nach der Deinstallation der Software manuell gelöscht werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass keine wichtigen Daten verloren gehen.Ebenso können die Dateien der Exporte und Reports in den in der Applikation eingestellten Verzeichnissen abgelegt sein. Diese sind ebenfalls zu löschen.


5.9. Administrative Parametrierung / Backend der Software

Backend

Die administrative Oberfläche oder das Backend öffnet sich bei der Erstinstallation möglicherweise mit voreingestellten Verbindungseinstellungen. Sie kann jederzeit auf dem Host über die Symbolleiste (Taskleiste neben der Uhr) durch Rechtsklick auf das „WebPQ“-Icon und Auswahl von „Administration“ geöffnet werden.

Bei der Ersteinrichtung der Software müssen in der Regel nur der Hostname des Datenbankservers, der Datenbankname sowie der Benutzername und das Passwort der Datenbank im Bereich „Datenbank“ konfiguriert werden. Wenn die Datenbank auf demselben Host wie die WebPQ-Software installiert ist, können die Standardwerte meist beibehalten werden.

Nach korrekter Eingabe aller Einstellungen starten die Prozesse durch Klick auf die „Update“-Schaltflächen neu. Anschließend wird gefragt, ob die Applikation mit dem eingebetteten Webbrowser gestartet werden soll. Mit Klick auf „Yes“ öffnet sich das Frontend in der App.

Open AppLogin

Die administrative Oberfläche selbst gliedert sich generell in sechs Hauptbereiche, welche sich durch Klick auf den Namen aufrufen lassen.

Backend

5.9.1. Bereich #1: Service / Dienste

Im Bereich „Service“ hat der User die Möglichkeit den Status der Hintergrundservices „WebPQService.exe“, welcher im Systemkonto „System“ läuft, zu Monitoren (#1) sowie neu zu starten (#2) und stoppen (#3).

Services

Generell sollte der Service, welcher den Webserver für die Clients bereitstellt, sowohl installiert sein (Installed: YES), als auch kontinuierlich laufen (Running: YES).

Der Service wird automatisch beim Start des Hosts gestartet und läuft im Hintergrund. Er ist für die Kommunikation zwischen den Clients und dem Webserver verantwortlich.


5.9.2. Bereich #2: Processes / Prozesse

Die Processes / Prozesse zeigen die laufenden Prozesse der Software an. Hierüber können die Prozesse überwacht und bei Bedarf neu gestartet werden.

Processes

5.9.3. Bereich #3: Database / Datenbank

Die Einstellungen im Bereich der Datenbank sind notwendig, um eine Verbindung mit dem Datenbankserver herstellen zu können. Die Einstellungen zur Datenbankverbindung sind in der WinPQ im Bereich „Systemverwaltung >> Datenbank“ zu finden, falls eine vorhandene Datenbank der WinPQ für die WebPQ verwendet werden soll.

WinPQ-Datenbankeinstellungen mit markierter Datenbankverbindung

database
ParameterBeschreibung
#1 Type / TypeAngabe der verwendeten Datenbank (MySQL / MariaDB, PostgreSQL & MS-SQL) 2
#2 HostAngabe der IP Adresse / Hostnamens des Servers, auf dem die Datenbank läuft
#3 DataBase NameName der Datenbank, in welcher die Messdaten gespeichert sind und in welcher auch die Einstellungen der WebPQ hinterlegt werden.
#4 PortAngabe des TCP Ports, unter welchem der Datenbankserver aus #2 erreichbar ist
#5 Username / BenutzernameBenutzername mit notwendigen Schreibrechten auf die unter #3 angegebene Datenbank
#6 Password / PasswortAngabe des Passwortes für den Benutzer der Datenbankverbindung. Das Passwort wird im Windows Security Storage im Systemuser verschlüsselt abgelegt. In der Oberfläche ist es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, das Passwort zurückzulesen! Es sollte nur ein Passwort bei notwendigen Änderungen eingegeben werden!
#7 Database Schema / Datenbank SchemaDie WebPQ speichert die Daten wie Benutzersettings, Analysen und viele weitere in Schemata ab. Der Default Wert ist hier immer „public“
#8 SSLDie Verbindung zum Datenbankserver wird generell verschlüsselt aufgebaut (Häkchen gesetzt).
#9 Self Signed certificatesDie mitgelieferten Zertifikate der Datenbanken sind per Default „self signed“. Diese können aber durch unternehmenseigene Zertifikate getauscht werden.
#10 Max parallel data uploadsLegt die maximale Anzahl an parallelen Uploads in die Datenbank fest! Per Standard ist hier 5 ausgewählt. Bei großen Systemen mit performanten Datenbanken, kann die Zahl erhöht werden!
#11 Test connectionPrüft, ob mit den eingegebenen Daten eine Verbindung zur Datenbank hergestellt werden kann (z.B. ob Ports offen sind und alle eingegebenen Daten für eine Verbindung stimmen)
#12 UpdateSichert die Einstellungen und startet bei Änderungen die Services und Prozesse neu!

2
Lizenzpflichtiges Feature für MySQL sowie MS-SQL - Wir empfehlen in jedem Fall, die Standardlösung PostgreSQL zu verwenden.

Für MSSQL Datenbanken ist als Datenbank Schema dbo zu verwenden.
Hinweis

Für eine Anbindung an ein WinPQ System, welches mit seinen Standardeinstellungen installiert wurde, sollten die folgenden Einstellungen verwendet werden.

5.9.3.1. Einstellungen für Installation bis WinPQ v6.1*

ParameterWert
#1 Type / TypeMySQL / MariaDB
#2 Hostlocalhost
#3 DataBase NamePQID
#4 Port3306
#5 UsernamePQID
#6 PasswordPQID

5.9.3.2. Einstellungen für Installation bis WinPQ v6.2*

ParameterWert
#1 Type / TypePostgreSQL
#2 Hostlocalhost
#3 DataBase NamePQID
#4 Port5432
#5 UsernamePQID
#6 PasswordPQID
#7 Database Schemapublic
Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall „Standardkennwörter“ zu verändern und entsprechende sichere Kennwörter nach Ihren Unternehmensrichtlinien zu verwenden! Hinweise zur Änderung der Kennwörter finden Sie in der Bedienungsanleitung der WinPQ.
Hinweis

5.9.4. Bereich #4: Network / Netzwerk

Die Einstellungen in diesem Bereich beziehen sich auf den Webserver, welcher auf dem Host (Server) in Form der Applikation WebPQ installiert ist und den Clients (Auswerte PC's), die die Oberfläche zur Verfügung stellen.

Die Standardeinstellungen sind „security by default“ gewählt. So ist beispielsweise der WebServer auf dem installierten PC von den Clients per Standard nur per HTTPS über Port 8443 (#2) erreichbar. Der Service einer unverschlüsselten Verbindung ist per Standard ausgeschalten (HTTP).

Um „HTTPs" also die verschlüsselte Verbindung vom Client (Auswerte PC) mit dem WebServer, ohne Meldung eines unbekannten Zertifikates im Browser am Client (Auswerte PC) zu verwenden, empfiehlt es sich eigene, mit einem Passwort geschützte (#6) Zertifikate in der Applikation WebPQ zu hinterlegen (#3 & #4).

Um die Zertifikate zu hinterlegen, müssen diese im PEM-Format vorliegen. Weitere Informationen hierzu sind unter PEM Zertifikate zu finden.

Die Zertifikate können hierzu unter dem angegebenen Pfad hinterlegt werden und in der Programmoberfläche über einen Klick (#5) auf den Pfad ausgewählt werden.

Network Settings
Bei Verwendung von „unverschlüsselten“ Verbindungen und unbekannten Zertifikaten, kann es zu „Datendiebstahl“ und „Datenverlust“ kommen! Wir empfehlen immer die „sichere“ Standardkonfiguration (HTTPS) zu verwenden!
Hinweis

5.9.5. Bereich #5: Installation Paths / Installationspfade

In diesem Bereich der Software sind alle Pfade hinterlegt, in denen die Software Daten ablegt. Dazu gehören die Exporte der Berichte im PDF-Format, die Datenexporte in verschiedenen Formaten wie CSV und COMTRADE, aber auch NEQUAL sowie die Logfiles, wie das Audit Log, und die temporären Dateien.

Paths

5.9.6. Bereich #6: Other / Andere

In diesem Bereich der Software ist angegeben, in welchem Pfad die in den Punkten #1, #2, #3, #4 und #5 getroffenen Einstellungen gespeichert werden (settings.json). Falls man beispielsweise einen Server neu aufsetzen oder einen Umzug planen möchte, kann diese Datei verwendet werden, um die Einstellungen aus dem administrativen Bereich von PC A auf PC B zu übertragen. Ausgenommen hiervon sind die Passwörter für die Datenbankverbindung sowie die Zertifikate.

Other

6. Betrieb & Bedienung

Die Software WebPQ wird auf den Arbeitsplätzen über einen Webbrowser geöffnet, indem ein spezifischer Link aufgerufen wird. Dieser Link kann je nach IT-Umgebung und Installation variieren. Um eine reibungslose Nutzung der Software zu gewährleisten, muss sichergestellt sein, dass der in der Installation definierte Port vom Arbeitsplatz-PC aus erreichbar ist und eine Verbindung zum Server mit der installierten WebPQ-Software hergestellt werden kann.

Beispiele:

6.1. Zugriff auf die Software per Client oder Lokal

Lokale Installation

Wenn der Server, auf dem der WebPQ installiert wurde, auch gleich der Arbeitsplatz PC ist, kann die Software über folgenden Link im Browser geöffnet werden oder durch Klick auf das WebPQ-Icon auf dem Desktop

https://localhost:8443/

Lokale Installation

Client Server Architektur

Ist die Software WebPQ auf einem anderen PC installiert (Server), als der Arbeitsplatz PC (Client) muss hingegen die Adresse des Servers (in diesem Beispiel hat der Server die IP-Adresse 10.10.1.20) eingegeben werden.

https://10.10.1.20:8443/

Client Server Architektur

Anmeldung am System:

Unter Eingabe des Benutzernamens und des Passwortes meldet man sich nun direkt am System an!

Login

6.1.1. Passwort ändern

Der User kann sein Login Passwort direkt über die Funktion Passwort ändern vor dem Login unter Eingabe seines Benutzernamens sowie seines aktuellen Passworts setzen. Die Passwort Policy die für den Mandanten eingestellt ist muss dabei beachtet werden!

Login

6.1.2. Passwort vergessen

Wenn das System in der lokalen Installation über einen Zugang zu einem SMTP-Server / Mailserver verfügt, ist es über die Funktion Passwort vergessen und die dem User zugeordnete E-Mail-Adresse möglich, das Passwort selbst wiederherzustellen.

Bei fehlerhaften Anmeldeversuchen wird der User nach fünf falschen Versuchen für fünf Minuten geblockt. Die fehlerhaften Anmeldeversuche werden zudem im System geloggt.
Hinweis

6.2. Funktionen der Software

6.2.1. Analyse - Arten und Möglichkeiten

Die Software ist für PQ und andere Analysen in folgende Bereiche unterteilt:


6.2.2. Reporting / Bericht - Arten und Möglichkeiten

Der Bereich "Reporting / Bericht" umfasst alle Einstellungen, die für die Erstellung normativer Berichte (PQ-Standardvorlagen) erforderlich sind. Zudem bietet er die Möglichkeit, automatisierte Aufgaben (Automation-Aufgaben) festzulegen, um Berichte und Datenexporte zeitgesteuert auszuführen.

Reporting Übersicht

6.2.3. Import / Export

Der Bereich Import/Export umfasst alle Schnittstellen für den Daten- und Berichtsaustausch zwischen der WebPQ-Plattform und externen Systemen. Hier können Messdaten importiert, Berichte und Rohdaten exportiert sowie Synchronisationsprozesse überwacht werden. Zudem stehen Funktionen für den manuellen Download von PDF-Berichten sowie CSV- und Messdatenimport zur Verfügung.

Import / Export

6.2.4. Einstellungen / Administration

Der Bereich Einstellungen umfasst sämtliche administrativen Funktionen der Software. Dazu zählen die Konfiguration der Messstellen, das Benutzer- und Rechte-Management sowie das Mandanten-Management. Zusätzlich sind hier weitere zentrale Einstellungen verfügbar, wie das Tagging der Geräte, das Lizenz Management und – falls lizenziert – das Flottenmanagement.

Einstellungen Übersicht

6.3. Benutzeroberfläche der Software WebPQ

Die Anwendung WebPQ ist in drei Hauptbereiche unterteilt:

6.3.1. Navigationsleiste

Im linken Bereich befindet sich die Navigationsleiste #1. Bei kleineren Bildschirmauflösungen wird diese in den oberen Bereich verschoben . In diesem Fall kann die Navigation durch Klicken auf die drei Striche geöffnet werden.

Kompakte Navigationsleiste mit Hamburger-Menue

6.3.2. Kopfzeile

Die Kopfzeile enthält wichtige Bedienelemente und Informationen:


6.3.3. Arbeitsbereich

Der zentrale Bereich #5 der Anwendung, in dem die eigentlichen Inhalte und Funktionen dargestellt und bearbeitet werden. Hier erfolgen die Dateneingabe, -analyse und -visualisierung.

WebPQ-Benutzeroberflaeche mit Navigationsleiste, Kopfzeile und Arbeitsbereich

Um den Arbeitsbereich möglichst effizient zu nutzen, besteht die Möglichkeit, die Navigationsleiste auf kompakte Buttons zu reduzieren. Dazu muss die Option Immer ausklappen #1 deaktiviert werden. Dadurch wird die Navigation nur bei Bedarf eingeblendet, wodurch mehr Platz für die eigentliche Arbeitsfläche zur Verfügung steht.

Eingeklappte Navigationsleiste mit kompakten Symbolen

6.3.4. Systemmeldungen / Systemstatus

Um das System mit vielen Verbindungen zu vielen Messstellen zu organisieren und das System stabil zu betreiben, hat die Software über #1 sämtliche Meldungen zentralübersichtlich aufgelistet.

Wird das Ausrufezeichen rot Rotes Ausrufezeichen als Statussymbol, sind neue Systemmeldungen – wie z.B. Verbindungsunterbrechungen oder Meldungen über Batteriezustände der Messgeräte aufgetreten. Ist das Ausrufezeichen hingegen grün Gruenes Ausrufezeichen als Statussymbol dargestellt, wurden alle Meldungen quittiert (#3) oder es sind keine neuen kritischen Meldungen aufgetreten.

Uebersicht der Systemmeldungen mit Filteroptionen und Meldungstabelle

Sämtliche Meldungen können komplett quittiert werden (#3) oder auch einzeln per Klick auf die Meldung wie im Screenshot unten (#1) einzeln pro Gerät / Global und pro Benutzer oder Global quittiert werden. Hierzu ist die Option unter Gerät oder Benutzer in der Dropdown Liste auszuwählen und dies über #3 zu bestätigen.

Dialog zum Quittieren einzelner Systemmeldungen pro Geraet oder Benutzer

Es ist ebenfalls möglich einzelne Meldungen „stillzulegen“. Dies kann z.B. bei Abschaltung einer Verbindung zu Revisionszwecken notwendig sein. Hierzu ist Funktion #2Meldung stilllegen“ auszuwählen. Auch diese Funktion kann pro Gerät oder global für den Meldungstyp pro Benutzer oder für alle Benutzer eingestellt werden. Über den Button „stillgelegte Meldungen“ Button fuer stillgelegte Meldungen können die stillgelegten Meldungen eingesehen werden und wieder aktiviert werden. Hierzu ist lediglich ein Klick auf Symbol zum Reaktivieren einer stillgelegten Meldung in der jeweiligen Zeile der zu aktivierenden Meldung notwendig .


6.3.5. Account-Einstellungen

Jeder Benutzer kann individuelle Einstellungen wie Sprache, Design und Passwort direkt im Benutzerprofil anpassen.
Um die Einstellungen zu öffnen, klicken Sie oben rechts auf Ihren Benutzernamen:

Benutzerkonto öffnen


6.3.5.1. Mein Account

Im Bereich Account-Einstellungen werden persönliche Daten wie Name und E-Mail-Adresse angezeigt und können bearbeitet werden.
Die Zeitzone ist hier ebenfalls konfigurierbar, was für die korrekte Anzeige von Zeitstempeln in der gesamten Software relevant ist.
Änderungen werden nach Klick auf Speichern sofort übernommen und gelten für alle angemeldeten Geräte.

Technische Hinweise:


6.3.5.2. Theme-Einstellungen

Im Bereich Theme-Einstellungen kann das Erscheinungsbild der Software individuell angepasst werden:

Technische Hinweise:


6.3.5.3. Benutzerrechte

Die dem Benutzer zugewiesenen Rechte werden hier übersichtlich und im Read-Only-Modus dargestellt.
Typische Rechte sind z.B. Admin, Lesen, Schreiben, Geräteverwaltung usw.
Die Verwaltung und Vergabe von Benutzerrechten erfolgt ausschließlich im separaten Administrationsbereich der Software.


6.4. Visualisierung

6.4.1. Netz > Übersicht

Die Startseite der Software Netz > Übersicht gliedert sich in zwei Bereiche - Heatmap und eine Kacheldarstellung

6.4.1.1. Netz Übersicht - Heatmap

Der erste Bereich "Heatmap" bietet dem Benutzer eine schnelle Übersicht über alle Geräte und Hotspots im Netz welche an die Software WebPQ angebunden sind. Diese Übersicht erstreckt sich über einen ausgewählten Zeitbereich, #1, typischerweise eine Kalenderwoche. Die Landing Page wird automatisch alle 60s aktualisiert, um stets die neuesten Störungen anzuzeigen. Über die Funktion #2 kann die Oberfläche in eigene Hierarchieebenen sortiert werden, sodass viele Messstellen hierarchisch, je nach Anwendungsfall dargestellt werden können. Weitere Informationen hierzu finden man unter Einstellungen zur Hierarchie

Die Geräte sind standardmäßig nach der Anzahl der Störungen im Bereich #3 sortiert. Störungen werden farblich gekennzeichnet:

Durch einen Klick auf einen OSC- oder TRMS-Schrieb wird das Analyse-Cockpit geöffnet. Anschließend wechselt die Farbe des Buttons mit der Anzahl der Schriebe von rot nach grün.

Grid Overview

Im Bereich PQ – Ereignisse#4 wird die Anzahl der Power-Quality-Ereignisse auf Basis der im Messgerät hinterlegten und eingestellten Power-Quality-Norm – z. B. EN50160 oder IEC61000-2-4 – aufgelistet.

Mit einem Klick auf das -/+ können die einzelnen Bereiche ein- oder ausgeklappt werden. Im eingeklappten Zustand werden für die Darstellung stets die maximalen Werte der untergeordneten Messwerte verwendet.

Im Bereich der Langzeitdaten#5 sind die statistischen Daten gemäß der im Messgerät hinterlegten Norm berechnet. Dazu gehören:

Wenn der Mauszeiger über einer Abkürzung verweilt, wird eine Erklärung über einen Tooltip angezeigt.

Tooltip

Durch einen Klick auf die Bezeichnung, z. B. PLT, sortiert sich die Anzeige wahlweise von der schlechtesten zur besten Messstelle oder umgekehrt. Diese Funktion erleichtert die Identifikation der auffälligsten Messstellen für den jeweiligen Messwert.

Mit einem Klick auf die jeweiligen Messwerte – z. B. THD – öffnet sich das Analyse-Cockpit. Dadurch kann die abstrakte Darstellung der Messwerte in eine zeitliche Darstellung überführt werden, um detaillierte Analysen durchzuführen.

THD

Im Bereich Harmonische#6 sind alle Harmonischen von der H2 (100 Hz) bis zur 50. Harmonischen (2500 Hz) sowie die Supraharmonischen#7 im Bezug zum jeweiligen Grenzwert aufgelistet.
Die Farbskala in den statistischen Messwerten zeigt die Nähe zum Grenzwert an:

Um eine gewünschte Messstelle schnell zu finden, kann im Bereich der Suchleiste#8 der Name eines Messgeräts eingegeben werden. Die Anzeige wird daraufhin interaktiv gefiltert.

Durch einen Klick auf einen Gerätenamen#9 wechselt die Anwendung von Netz >> Übersicht zur Seite Analyse > Gerät.


6.4.1.2. Netz Übersicht - Kacheldarstellung

Im zweiten Bereich Netz Übersicht - Kacheldarstellung werden alle Geräte mit wesentlichen Live-Messwerten innerhalb der konfigurierten Hierarchieebenen angezeigt.

Grid Kacheldarstellung

Mit der Funktion Bearbeitungsmodus aktivieren#1 kann die Anordnung der Kacheln per Drag & Drop verändert und Geräten bzw. Gruppen andere Hierarchieebenen zugewiesen werden. Nach Klick auf Speichern werden die Anpassungen persistent gespeichert und beim erneuten Aufruf geladen. Die Änderungen gelten systemweit für alle Benutzer und können zentral vom Administrator verwaltet werden.

Über die Funktion Standardmäßig angezeigte Messwerte ändern kann festgelegt werden, welche Live-Daten in den Kacheln erscheinen. Zur Auswahl stehen alle vom Messgerät bereitgestellten Echtzeitwerte. Die Einstellungen können

Verwendung:

Gruppen Bearbeitungsansicht

Das Aktualisierungsintervall der Live-Daten ist konfigurierbar. Die Hierarchie-Reihenfolge kann über die Drag-&-Drop-Funktion in der rechten oberen Ecke angepasst werden.

Eine Kachel enthält im Live-Betrieb folgende Elemente:

Tile Beispiel

#1 Verbindungsstatus: Rot = keine Verbindung, Grün = Verbindung aktiv
#2 Link zum Power-Quality-Bericht (z. B. EN50160, IEC61000-2-4)
#3 Link zur Parametrierung des Geräts
#4 Anzeige der konfigurierten Live-Daten


6.4.1.3. Grid Overview - Map View

Map View ermöglicht es, Geräte auf einer Karte darzustellen und die geografische Ansicht mit Schwellenwertauslastung, Störschrieben und PQ-Ereignissen für den ausgewählten Zeitbereich zu kombinieren. Dadurch lassen sich betroffene Regionen schnell eingrenzen und direkt die passenden Analyse- oder Geräteeinstellungen öffnen.

6.4.1.3.1. Setup

Voraussetzungen

Pfad im WebPQ Backend konfigurieren umstellen

Path Einstellung für Maps View
  1. WebPQ Backend öffnen.

  2. Zu Paths scrollen.

  3. Das Feld Maps Storage Folder auf den gewünschten Ordner setzen.

  4. Die Änderung speichern (Update), damit die Einstellung angewendet wird.

Maps-Paket im maps-Ordner ablegen

Prüfung

Fehlerbehebung

6.4.1.3.2. Funktionalität
6.4.1.3.2.1. Geräte-Einstellungen

Damit ein Gerät in der Map View angezeigt wird, müssen die Geokoordinaten des Geräts konfiguriert sein. Gehen Sie zu Geräteeinstellungen und wählen Sie ein Gerät aus. Die Geräteposition kann im Tab Allgemein konfiguriert werden. Tragen Sie Längen- und Breitengrad ein, oder stellen sie die Koordinaten per Klick auf der Karte ein.

Device Settings Map View
6.4.1.3.2.2. Map View

Map View ist in drei Bereiche unterteilt:

Ansichtseinstellungen:

Enthält folgende UI-Elemente:

Karte:

Zeigt anfangs alle Geräte mit konfigurierter Geolokation. Mehrere nah beieinanderliegende Geräte werden als Cluster mit der Anzahl der Geräte dargestellt. Ein Klick auf einen Cluster zoomt so weit hinein, bis die einzelnen Geräte sichtbar sind.

Die Markerfarben können die aktuell berechnete Schwellenwertauslastung widerspiegeln und so kritische Bereiche bereits direkt auf der Karte hervorheben.

Jedes Gerät wird mit einem Pin und dem Gerätenamen dargestellt. Ein Klick auf den Pin öffnet einen Tooltip mit Informationen zum Gerät:

Wird ein Gerät in einer der unteren Tabellen ausgewählt, zentriert die Karte auf dieses Gerät und öffnet den Tooltip. Geräte ohne konfigurierte Geodaten bleiben in den Tabellen sichtbar, können aber erst nach Pflege eines Standorts auf der Karte fokussiert werden.

Informationspanels:

Am unteren Rand der Map View befindet sich ein Panel mit vier Spalten. Über jeder Spalte steht eine Überschrift mit relevanten Links in andere Bereiche der Applikation.

Klicken auf einen beliebigen Gerätenamen zentriert die Karte auf das jeweilige Gerät und öffnet den Tooltip. Jede Spalte der Informationspanels kann über die kleine Pfeilschaltfläche im Spaltenkopf ein- und ausgeklappt werden. Eingeklappte Spalten erscheinen als schmale Reiter auf der linken Seite. Die Breite lässt sich durch Ziehen der Trennlinien anpassen. Zusätzlich lässt sich die Gesamthöhe des unteren Panels verändern. Spaltenbreiten, eingeklappte Zustände, Panelhöhe und die Einstellung Show only visible devices werden gespeichert und beim nächsten Öffnen der Map View wiederhergestellt.

Geräte:

Zeigt die aktuell relevanten Geräte zusammen mit der konfigurierten Adresse an. Je nach Einstellung von Show only visible devices ist damit entweder der aktuelle Kartenausschnitt oder der vollständige Gerätesatz gemeint. Die Tabelle unterstützt Sortierung und Filterung nach Gerätename und Hierarchietags.

Störschriebe:

Zeigt die aufgezeichneten Störschriebe der aktuell relevanten Geräte für den ausgewählten Zeitbereich. Die Überschrift enthält einen direkten Link zur Seite Störschriebe.

Die Tabelle zeigt Zeitpunkt, Gerät, Typ und triggerbezogene Informationen. Ein Klick auf einen Störschrieb-Typ öffnet die Detailansicht direkt im Panel.

Grenzwerte und Auslastung:

Die Überschrift enthält einen Direktlink in die passende Cockpit-Analyse für den gewählten Zeitbereich.

Auslastung der benutzerdefinierten Grenzwerte der Geräte

Benutzer sehen die maximale Auslastung der für das jeweilige Gerät definierten Grenzwerte. Ein Klick auf einen Auslastungswert öffnet das Analyse-Cockpit mit den zugehörigen Schwellenwertdaten. Ein Klick auf einen Schwellenwert öffnet die dazugehörigen Einstellungen, sofern eine passende Reporting-Einstellung verfügbar ist.

Die Applikation ist in der Lage jeden Messwert mit einem Grenzwert zu hinterlegen und die Auslastung als Maximalwert hier darzustellen. Mehr im Kapitel "kundenspezifische Grenzwerte" @Fabian hier Link auf neues Threshold Kapitel einfügen.

PQ Ereignisse:

Listet PQ-Ereignisse für den ausgewählten Zeitbereich und die aktuell relevanten Geräte auf. Die Überschrift enthält Links zur Analyse PQ Events over Time und zur Seite PQ Events.

Die Tabelle zeigt Zeitpunkt, Gerät, verknüpfte OSC/TRMS-Störschriebe, Ereignistyp und Messwert. Über Sortierung und Filterung lässt sich die Liste auf bestimmte Ereignistypen oder Geräte eingrenzen.


6.4.2. Netz > Störschriebe

Im Bereich Netz > Störschriebe werden alle Störungen innerhalb eines frei wählbaren Zeitbereichs #1 in einer Liste angezeigt.

Die Anzeige bietet folgende Funktionen:

Störschriebe Übersicht

Im Bereich #4 kann der Benutzer individuelle Filter setzen. Im gezeigten Beispiel ist ein Filter auf die Dauer > 50 ms gesetzt, wodurch nur Störungen in diesem Bereich angezeigt werden. Die Tabelle kann außerdem nach Typ, Zeitpunkt, Gerät, Trigger, Dauer und weiteren verfügbaren Spalten sortiert werden.

Die Gerätespalte unterstützt sowohl eine Freitextsuche als auch eine Auswahl über den Gerätebaum. Wenn die Hierarchieanzeige aktiv ist, werden die konfigurierten Geräte-Tags direkt in der Liste dargestellt, sodass sich Störungen leichter nach Standort oder Struktur gruppieren lassen.

Durch einen Klick auf OSC oder TRMS#1 öffnet sich das Quick View-Fenster von rechts.

Für erweiterte Analysemöglichkeiten, das Setzen von Markern oder das Beschreiben der Störung kann über #2 das Analyse-Cockpit geöffnet werden.

Ein Klick auf einen Geräteeintrag öffnet zusätzlich die zugehörige Geräteseite zum Zeitpunkt des Ereignisses. So lässt sich der Störschrieb direkt mit den Gerätedetails oder der Konfiguration verbinden.

Quick View Fenster

Um zwei oder mehr Störschriebe parallel zu betrachten, können mehrere Störungen über die Auswahlfunktion selektiert werden. Die ausgewählten Datensätze lassen sich anschließend gemeinsam in die Analyse laden und direkt vergleichen.


6.4.3. Netz > PQ –Ereignisse

Power Quality Ereignisse

Im Bereich Netz > PQ Ereignisse werden alle Power Quality Events (nicht Störschriebe!) innerhalb eines frei wählbaren Zeitbereichs #1 in einer Tabelle angezeigt.

Die Anzeige bietet mehrere Such- und Filterfunktionen#2:

Oberhalb der Tabelle stehen dieselben Zeitraum-Sprungschalter wie bei den Störschrieben zur Verfügung. Zusätzlich gibt es eine Hierarchieumschaltung, mit der die konfigurierten Geräte-Tags in der Gerätespalte ein- oder ausgeblendet werden können.

Der Gerätefilter bietet nur Geräte an, für die im ausgewählten Zeitraum tatsächlich PQ-Ereignisse vorliegen. Damit lassen sich auch große Anlagen schneller auf die relevanten Quellen eingrenzen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, vorhandene Störschriebe über die Verlinkung OSC und TRMS#8 direkt in einem Quick View zu öffnen.

Die Spalte Beschreibung wird aus den PQID-Metadaten des Ereignistyps erzeugt. Dadurch zeigt die Tabelle die zum gespeicherten PQ-Ereignis passende, übersetzte Ereignisbeschreibung an.

Über die Schaltfläche Export oberhalb der Tabelle kann die aktuelle Ergebnisliste direkt exportiert werden.

Mit einem Klick auf OSC#1 öffnet sich das Quick View-Fenster von rechts.

Für erweiterte Analysemöglichkeiten, das Setzen von Markern oder das Beschreiben der Störung kann über #2 das Analyse-Cockpit geöffnet werden.

Quick View Fenster

6.4.4. Bedienung in der Analyse

6.4.4.1. Zoomen in der Analyse – Zoom In / Zoom Out

Zum Zoomen können Sie entweder die linke Maustaste verwenden oder auf einem Touch-Display die typische Zwei-Finger-Zoombewegung ausführen.

Den gezoomten Bereich können Sie mit der Funktion „Zoom behalten“#1 sichern.
Mit „Zoom zurücksetzen“ wird der Zoom auf den Ursprungswert zurückgesetzt.

Zoom-Funktion

6.4.4.2. Untermenü in der Analyse #2

Hinweis:
Alle Exporte sowie die PDFs werden auf dem Server gespeichert. Der Speicherort wird in den Servereinstellungen im WebPQ Backend festgelegt und kann nur vom Administrator geändert werden. Installation Paths

Untermenü

6.4.4.3. Ein- & Ausblenden von Messwerten an der Y-Achse

Durch Klicken auf eine Messgröße#1 können einzelne Messwerte an- oder abgewählt werden.
Abgewählte Messgrößen werden automatisch unten angeordnet.
Die Messgrößen erscheinen stets in der Reihenfolge der Höhe des Messwertes an der Y-Achse.

6.4.4.4. Analyse Cockpit

Das Analyse-Cockpit ist jederzeit über die Schaltfläche Analyse-Cockpit Schaltfläche erreichbar und kann geöffnet werden.

Weitere Informationen zum Analyse-Cockpit finden Sie unter Link.


6.5. Analyse

Das Analyse-Cockpit ist der zentrale Arbeits- und Analysebereich mit verschiedenen Analysearten, darunter:

6.5.1. Analyse Cockpit

Das Cockpit kann auf verschiedene Arten geöffnet werden:

Analyse hinzufügen

6.5.1.1. Aufbau des Analyse-Cockpits

Das Analyse-Cockpit ist in zwei Teilbereiche unterteilt:

Analyse Übersicht

Wichtige Funktionen im Analyse-Cockpit:

Hinweis:
Die Einstellungen des Analyse-Cockpits werden im Cache des Browsers gespeichert und bleiben erhalten, auch wenn die Analyse nicht im Analyse-Dashboard gesichert wurde.


6.5.2. Grundeinstellungen der Analyse

6.5.2.1. Analyse-Einstellungen

Unter #1 kann der gewünschte Analysetyp ausgewählt werden. Standardmäßig ist das Pegel-Zeit-Diagramm voreingestellt. Alternativ können weitere Analysearten wie Streudiagramme, Histogramme oder für die Power-Quality-Event-Analyse die ITIC-Grafik als Auswertungstyp gewählt werden.

Analyse Einstellungen

Mit der Zeiteinstellung#2 kann der Benutzer ein Dialogfenster zur Konfiguration des Analysezeitraums öffnen. Falls im Menü ein absoluter Zeitraum definiert wurde, kann dieser entweder durch direkte Eingabe der Start- und Endzeit unter #3 oder direkt über die Eingabefelder festgelegt werden.

Weitere Informationen zu den Zeiteinstellungen finden Sie hier.

Im Bereich Gerät#3 können die auszuwertenden Geräte ausgewählt werden – entweder durch direkte Eingabe der Geräte-ID oder über die Komfortauswahlliste durch Klick auf #3. Letztere zeigt eine Liste aller in der Datenbank vorhandenen Geräte an.

Über den Messgrößenbaum#5 lassen sich die Messwerte auswählen, die im gewählten Zeitraum von den ausgewählten Geräten erfasst und in die Datenbank übertragen wurden. Die getroffene Auswahl kann mit #4 vollständig zurückgesetzt werden.

Je nach Analyseart gibt es spezifische Parameter, die für die korrekte Auswertung berücksichtigt werden müssen. Diese werden in den folgenden Abschnitten erläutert.


6.5.2.2. Analyse-Typen

6.5.2.2.1. Pegel-Zeitdiagramm

Das Pegel-Zeitdiagramm stellt die ausgewählten Messwerte als Liniendiagramm mit einer Abfolge von Datenpunkten über einen definierten Zeitraum dar. Es eignet sich besonders für die zeitliche Analyse von Messwerten und deren Veränderungen.

Pegel-Zeitdiagramm

Ein besonderes Feature ist die Integration des Flagging nach IEC61000-4-30 Class A. Falls diese Option aktiviert ist, werden die Flagging-Informationen innerhalb der Messreihe direkt im Messgrößenbaum #1 angezeigt.

Die Auswahl der Messgrößen erfolgt dynamisch und basiert auf der Schnittmenge der verfügbaren Daten, die durch andere Parameter wie Zeitraum und ausgewählte Geräte eingeschränkt werden.

6.5.2.2.1.1. Grenzwerte anzeigen

Über den Tab "Analyse Auswertung" können die im Messgerät hinterlegten Grenzwerte für die ausgewählten Messgrößen eingeblendet werden. Ab Version v2.1 können auch alternative Grenzwertsätze ausgewählt und auf die Messdaten angewendet werden.

Grenzwerte anzeigen

Um die Grenzwerte zur Anzeige zu bringen, kann man die Standardgrenzwerte #1 oder die erweiterten Grenzwertsätze #2 auswählen. Die Grenzwerte werden dann automatisch in der Grafik dargestellt.

Die erweiterten Grenzwertsätze können im Bereich Vorlagen & Aufgaben > PQ Standardvorlagen individuell angepasst und verwaltet werden. Dort können neue Grenzwertsätze erstellt, bestehende bearbeitet oder gelöscht werden.

6.5.2.2.1.2. Darstellung des Flagging-Status

Das Flagging wird in der Analyse als normaler Messwert visualisiert und in der Messreihe dargestellt.

Flagging-Darstellung
6.5.2.2.1.3. Setzen von Markern zur detaillierten Analyse

Im Pegel-Zeitdiagramm können zur genaueren Untersuchung bis zu zwei Marker gesetzt werden:

  1. Marker setzen:

  2. Marker entfernen:

Die Werte der gesetzten Marker werden in der Analyse-Auswertung automatisch angezeigt und können für weitere Analysen genutzt werden.


6.5.2.2.2. PQ Events über Zeit

Das Diagramm PQ Events über Zeit visualisiert die aufgezeichneten und ausgewählten Power Quality (PQ) Ereignisse innerhalb des definierten Zeitbereichs.

PQ Events über Zeit
6.5.2.2.2.1. Interaktive Analyse

6.5.2.2.3. Histogramm

Das Histogramm stellt die statistische Verteilung einer ausgewählten Messgröße innerhalb eines definierten Zeitraums dar.

Histogramm

Funktionen und Analyse


6.5.2.2.4. Streudiagramm

Das Streudiagramm visualisiert den Zusammenhang zwischen zwei ausgewählten Achsenwerten als Punktwolke. Jeder Punkt repräsentiert einen einzelnen Messdatensatz. Dieser Analysetyp eignet sich besonders, um Korrelationen, Cluster, Ausreißer und Verteilungen schnell zu erkennen.

Im Unterschied zum Pegel-Zeitdiagramm steht beim Streudiagramm nicht der zeitliche Verlauf im Vordergrund, sondern die Beziehung zweier Merkmale. Dadurch lassen sich Messgrößen direkt gegeneinander vergleichen oder Daten nach Gerät, Tag-Kategorie oder Plot-Gruppe strukturieren.

Streudiagramm
6.5.2.2.4.1. Typische Einsatzfälle
6.5.2.2.4.2. Wichtige Einstellungen
6.5.2.2.4.3. Voreinstellungen

Für das Streudiagramm stehen Voreinstellungen zur Verfügung. Eine Voreinstellung ist eine vorkonfigurierte Kombination aus Plot-Gruppen, Achsenbelegung, Farbachse, Formachse und den zugehörigen Darstellungsoptionen. Voreinstellungen erleichtern den Einstieg und helfen dabei, wiederkehrende Auswertungen schnell und konsistent aufzubauen.

Beim Öffnen der Auswahl werden zwei Bereiche unterschieden:

Die aktuell mitgelieferten Voreinstellungen sind:

Eine Voreinstellung kann ausgewählt und direkt auf die aktuelle Analyse angewendet werden. Dadurch werden die zugehörigen Einstellungen übernommen, ohne jede Achse und jede Plot-Gruppe manuell konfigurieren zu müssen.

6.5.2.2.4.4. Eigene Voreinstellungen erstellen und speichern

Eigene Konfigurationen können ebenfalls als Voreinstellung gespeichert werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn:

Zum Speichern einer eigenen Voreinstellung wird die gewünschte Streudiagramm-Konfiguration zunächst manuell eingestellt. Anschließend kann im Bereich der Voreinstellungen ein Name für die Voreinstellung und optional eine Beschreibung vergeben werden. Danach wird die aktuelle Konfiguration über die Schaltfläche zum Speichern als eigene Voreinstellung abgelegt.

Gespeicherte Voreinstellungen erscheinen anschließend im Bereich Gespeicherte Voreinstellungen und können dort:

Ist die aktuelle Konfiguration bereits identisch mit einer vorhandenen Voreinstellung, erkennt WebPQ dies und behandelt diese Konfiguration als bereits vorhandene Vorlage. So werden doppelte Voreinstellungen vermieden.

6.5.2.2.4.5. Bedienung und Interpretation
6.5.2.2.4.6. Hinweise zur Auswahl geeigneter Achsen
6.5.2.2.4.7. Praxisnutzen

Das Streudiagramm ist besonders hilfreich, wenn Messwerte nicht nur im Zeitverlauf, sondern in ihrer gegenseitigen Beziehung untersucht werden sollen. Dadurch ergänzt dieser Analysetyp die bestehenden Zeitreihen- und Verteilungsdarstellungen um eine kompakte Form der explorativen Analyse.


6.5.2.2.5. FFT-Spektrum

Die Analyse FFT-Spektrum dient zur Untersuchung des Frequenzspektrums oszilloskopischer Messdaten. Sie eignet sich, wenn periodische Signalanteile, Resonanzen oder dominante Frequenzbereiche direkt aus Zeitbereichsdaten erkannt werden sollen.

6.5.2.2.5.1. Voraussetzungen
6.5.2.2.5.2. Historisches FFT

Das historische FFT basiert auf gespeicherten oszilloskopischen Daten im gewählten Zeitbereich. Es eignet sich zur Auswertung bereits aufgezeichneter Ereignisse oder archivierter Oszilloskopdaten.

Diese Analyse hilft dabei, charakteristische Frequenzen nach einer Störung zu identifizieren und das Spektrum verschiedener oszilloskopischer Kanäle zu vergleichen.

6.5.2.2.5.3. Live FFT

Zusätzlich zum historischen FFT stellt WebPQ auch Live FFT als eigenen Live-Analysetyp bereit.

Live FFT eignet sich besonders, um sich verändernde Spektralanteile während eines laufenden Signals zu beobachten.

6.5.2.2.5.4. FFT-Optionen

Abhängig von den ausgewählten oszilloskopischen Daten stehen zusätzliche FFT-Optionen im Parameterbereich zur Verfügung:

6.5.2.2.5.5. Anwendungsfälle

6.5.2.2.6. Bericht zur Auslastung kundenspezifischer Grenzwerte

Der Bericht zur Auslastung kundenspezifischer Grenzwerte vergleicht die maximal gemessenen Werte eines ausgewählten Zeitraums mit den konfigurierten Maximalwerten kundenspezifischer Grenzwerte. Die Analyse eignet sich, um schnell zu erkennen, welche Geräte ihre individuell definierten Grenzwerte bereits weit ausnutzen und wo noch Reserve vorhanden ist.

6.5.2.2.6.1. Voraussetzungen
6.5.2.2.6.2. Darstellung und Inhalt

Die Analyse wird als Tabelle dargestellt. Je nach Konfiguration enthält sie insbesondere folgende Spalten:

Die Standard-Sortierung erfolgt nach der höchsten Auslastung. Über Advanced view können zusätzliche Spalten eingeblendet werden.

6.5.2.2.6.3. Interaktive Funktionen
6.5.2.2.6.4. Farblogik

Die Auslastung wird als farbiger Balken dargestellt:

Dadurch lassen sich kritische Geräte schnell von unkritischen unterscheiden.

6.5.2.2.6.5. Gruende fuer fehlende Werte

Falls kein Wert berechnet werden kann, zeigt die Analyse einen Hinweis mit Erklaerung an. Typische Ursachen sind:

6.5.2.2.6.6. Anwendungsfaelle

6.5.2.2.7. Spannungs- und Stromharmonische als Balkendiagramm

Die Spannungs- und Stromharmonischen werden als Balkendiagramm dargestellt, um eine schnelle Übersicht über das gesamte zu überwachende Frequenzspektrum zu ermöglichen.

Harmonische Analyse
6.5.2.2.7.1. Darstellung und Interpretation

6.5.2.2.7.2. Visualisierungsmethoden

Spannung:

Strom:

6.5.2.2.7.3. Dynamische Einstellungen

Je nach gewählter Visualisierungsmethode werden weitere Einstellungen ein- oder ausgeblendet, um die Analyse zu optimieren.

6.5.2.2.7.4. Anwendungsfälle

Diese Analyse hilft bei:

6.5.2.2.7.5. Grenzwerte in der Analyse

Die Messgeräte liefern aktuelle Grenzwertsätze direkt aus dem Messgerät an die Datenbank. Diese Grenzwertsätze bilden die Grundlage für Analysen und Reports.

6.5.2.2.7.6. Dynamische Anpassung von Grenzwerten

Da es sich bei den Grenzwerten für Harmonische um prozentuale Werte auf Basis der aufgenommenen Aggregationsstufen handelt, können auch alternative Grenzwertsätze auf die bestehenden Daten angewendet werden.

Grenzwertsatz auswählen:

Grenzwerte in der Visualisierung anzeigen:

Wechsel zwischen verschiedenen Darstellungen:

6.5.2.2.7.7. Anwendungsfälle für die Spannungs- und Stromharmonische als Balkendiagramm

6.5.2.2.8. Supraharmonische Analyse

Der Analysetyp "Supraharmonische" zeigt – abhängig von den Messdaten des Geräts – die Supraharmonischen im Kontext der ausgewählten Normvorlage und des Zeitbereichs an.

Supraharmonische Analyse
6.5.2.2.8.1. Ermittlung der Supraharmonischen

Die Ermittlung erfolgt gemäß IEC 61000-4-7 in 200-Hz-Frequenzbändern.
In der Software werden dabei immer die Mittenfrequenzen genannt.

Beispiel einer Frequenzband-Einteilung:

Die Supraharmonischen werden als Balkendiagramm visualisiert.
Die Darstellung kann je nach Normvorgaben und Analysezielen angepasst werden.

6.5.2.2.8.2. Funktionsumfang der Analyse

Die Supraharmonische Analyse verfügt über die gleichen Funktionen wie die Harmonische Analyse:

6.5.2.2.8.3. Anwendungsfälle für die Supraharmonische Analyse

6.5.2.2.9. Interharmonische Analyse

Die Interharmonische Analyse dient der Untersuchung von Spannungs- und Stromkomponenten, die nicht in einem ganzzahligen Verhältnis zur Grundfrequenz stehen.

6.5.2.2.9.1. Darstellung der Interharmonischen

Die Interharmonischen werden als Balkendiagramm visualisiert.
Es können verschiedene Darstellungsarten gewählt werden:

Diese Analyse ist besonders relevant für die Bewertung von Oberschwingungsverzerrungen, die durch Frequenzumrichter, elektronische Lasten oder nichtlineare Verbraucher verursacht werden.

6.5.2.2.9.2. Funktionsumfang der Analyse

Der Funktionsumfang entspricht dem der Harmonischen Analyse und bietet:

6.5.2.2.9.3. Anwendungsfälle für die Interharmonische Analyse
Interharmonische Analyse

6.5.2.2.10. Normativer Bericht - Spannungsqualität (z.B. EN50160)

Der normative Bericht fasst sämtliche für die Bewertung nach den eingestellten Normvorlagen benötigten Werte in einer übersichtlichen Analyse zusammen.

6.5.2.2.10.1. Darstellung und Funktionen

Die Ergebnisse stehen in zwei Formaten zur Verfügung:

Normativer Bericht - Spannungsqualität

Falls für das ausgewählte Messgerät keine dedizierte Normvorlage zugewiesen wurde, wird automatisch die vom Messgerät bereitgestellte Normvorlage verwendet.
Die Überschrift wird aus der hinterlegten Normvorlage des Gerätes generiert.

6.5.2.2.10.2. Anpassung der Messgrößen anhand der Normvorlage

Je nach eingestellter Vorlage werden spezifische Messgrößen entweder einbezogen oder ausgeblendet.

Beispiele:

Im gezeigten Beispiel ist eine kombinierte Vorlage aus EN50160 und IEC61000-2-2 aktiv, weshalb auch die Supraharmonischen dargestellt werden.

6.5.2.2.10.3. Bewertete Parameter im normativen Bericht

Im normativen Bericht werden verschiedene Parameter gemäß der eingestellten Normvorlage bewertet. Jeder Parameter wird mit seinen Grenzwerten dargestellt.

6.5.2.2.10.4. Frequenz (#3)

Die Netzfrequenz muss nach EN und IEC zwischen 49,5 Hz und 50,5 Hz liegen.


Frequenzbewertung

6.5.2.2.10.5. Spannung (#4)

Die Netzspannung wird in Bezug auf den nominalen Spannungswert bewertet.

6.5.2.2.10.6. Unsymmetrie (#5)
6.5.2.2.10.7. Langzeitflicker (PLT) (#6)
6.5.2.2.10.8. THD (Gesamtverzerrung aller Harmonischen) (#7)
6.5.2.2.10.9. Einzelharmonische (maximale Werte jeder Phase) (#8)
6.5.2.2.10.10. Supraharmonische (maximalster Wert jeder Phase) (#9)

6.5.2.2.11. Kommentarbox
Kommentarbox

Die Kommentarbox dient dazu, die eigene Analyse im Analyse Dashboard mit zusätzlichen Informationen oder Erläuterungen zu versehen.

6.5.2.2.11.1. Funktionalität
6.5.2.2.11.2. Markdown-Unterstützung

Für Formatierungen wird die Markdown-Syntax verwendet.
Beispiele:

Eine vollständige Übersicht der Markdown-Syntax findet sich im Markdown Cheatsheet.

6.5.2.2.11.3. Anwendungsfälle

6.5.2.2.12. ITIC (CBEMA)-Kurve
ITIC (CBEMA)-Kurve

Die ITIC (CBEMA)-Kurve beschreibt eine AC-Eingangsspannung, die typischerweise von den meisten Geräten der Informationstechnologie (ITE) toleriert werden kann.

6.5.2.2.12.1. Funktionsweise
6.5.2.2.12.2. Analyse-Einstellungen
6.5.2.2.12.3. Interaktive Auswertung

6.5.2.2.13. FRT - Kurven

6.5.2.2.13.1. Generelle Informationen zur FRT-Kurve und Anwendungsgebiete

Die FRT-Kurve (Fault Ride Through) zeigt, wie Einspeiseanlagen wie Photovoltaik- oder Windkraftanlagen bei Netzspannungsabfällen weiterhin einspeisen können. WebPQ ermöglicht die grafische Darstellung und Analyse der Einhaltung der FRT-Kurve gemäß länderspezifischen Grid Codes. Im Bereich „Report → Standardvorlagen → FRT-Kurve“ kann die passende FRT-Kurve für verschiedene Länder und Netzebenen ausgewählt oder individuell definiert werden. Die gemessenen Spannungsereignisse werden gegen die FRT-Kurve geplottet, sodass schnell ersichtlich ist, ob die Anlage die Anforderungen erfüllt. Die FRT-Kurve ist ein wichtiges Werkzeug für Netzbetreiber und Anlagenbetreiber, um die Netzstabilität zu gewährleisten und die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen sicherzustellen.

Die FRT-Kurve wird in Prozent der Nennspannung über die Zeit dargestellt. Sie zeigt die zulässigen Spannungsabfälle und die erforderliche Dauer, die eine Anlage bei diesen Abfällen weiterhin einspeisen muss. Die Kurve beginnt bei 100 % der Nennspannung und fällt bei einem Ereignis ab. Je nach Netzcode gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Tiefe und Dauer der Absenkung.

FRT-Analyse

Die geplotteten Ereignisse sind interaktiv: Ein Klick auf ein Ereignis öffnet den zugehörigen Störschrieb zur detaillierten Analyse.

6.5.2.2.13.2. Einfügen einer individuellen FRT-Kurve
FRT-Kurve hinzufügenFRT Usage
6.5.2.2.13.3. Anwenden der FRT-Kurve in der Analyse

FRT - Analysecockpit


6.5.2.2.14. Ereignis-Matrix

Die PQ-Event-Matrix basiert direkt auf der EN50160 und ordnet Power Quality Events gemäß der Norm korrekt in die jeweiligen Bereiche nach Tiefe und Dauer ein.

PQ-Event-Matrix
6.5.2.2.14.1. Funktionsweise
6.5.2.2.14.2. Normabhängige Darstellung

Je nach regionaler Norm gibt es verschiedene tabellarische Darstellungsformen:

Über die Normvorlage kann die richtige Zuordnung und Darstellung gewählt werden. Dafür ist lediglich die korrekte Vorlage auszuwählen.

6.5.2.2.14.3. Flexibilität der Analyse

Beispiel: Netcode

Netcode

Beispiel: NRS048

NRS048
6.5.2.2.15. Live-Werte

Sämtliche direkt angebundenen Geräteklassen der Typen PQI-DA smart, PQI-DE oder PQI-LV sind mithilfe der direkten Datenverbindung über TCP/IP mit einem Streamingverfahren live abrufbar.

Die Messwertdarstellung kann bei guter Datenverbindung in verschiedenen Analyseformen erfolgen.

Wichtige HinweiseHoher Datenverbrauch: Die Anzeige der Live-Werte erzeugt eine sehr hohe Datenübertragung!

Priorisierung der Live-Daten:


6.5.2.2.15.1. Live-Oszilloskop Bild

Das Oszilloskop Bild wird in regelmäßigen quasistationären Zuständen vollständig vom Gerät heruntergeladen und dargestellt.

Live-Oszilloskop Bild

6.5.2.2.15.2. Live-Messwerte

Dieser Analysetyp eignet sich insbesondere für den parallelen Vergleich mehrerer Messstellen.

Live-Messwerte

6.5.2.2.15.3. Live-Zeitreihe

Dieser Analysetyp eignet sich besonders gut, um Reaktionen an den Messstellen auf Schalthandlungen oder direkte Einflüsse schnell sichtbar zu machen.

Live-Zeitreihe

6.5.2.2.15.4. Live-Oberschwingungen

Dieser Analysetyp zeigt sämtliche Oberschwingungen in Bezug zur Grundschwingung live an.

6.5.2.2.15.5. Live-Interharmonische und Harmonische

Dieser Analysetyp funktioniert identisch zur Live-Oberschwingungsanalyse:

6.5.2.2.15.6. Live-Vektordiagramm

Live-Vektordiagramm

Das Vektordiagramm (Zeigerdiagramm) wird verwendet, um die Spannungs- und Stromphasenlagen in einem Dreiphasensystem darzustellen.

Es dient insbesondere zur Überprüfung des Geräteanschlusses, da Fehler in der Verkabelung oder ungeeignete Verbrauchercharakteristika erkannt werden können.

Was zeigt das Vektordiagramm?

Wie interpretiert man das Vektordiagramm?

1. Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom

2. Verkabelungs- oder Anschlussfehler erkennen

Anwendungsfälle des Live-Vektordiagramms


6.5.2.2.16. Analyse Auswertung
Analyse Auswertung

Die Analyse Auswertung bietet verschiedene Möglichkeiten zur detaillierten Betrachtung der analysierten Messwerte.

6.5.2.2.16.1. Marker-Werte anzeigen (#1)
6.5.2.2.16.2. Extremwerte anzeigen (#2)
6.5.2.2.16.3. Grenzwerte analysieren (#3)
6.5.2.2.16.4. Anwendungsfälle

6.5.2.2.17. Analyse Layout

Im „Analyse Layout“ können die Gruppierungsverfahren #1 sowie die Skalierungen #2 und Farben #3 der Messwerte festgelegt werden.

Mit der „Gruppieren über“ Funktion ist es möglich, Messwerte in Einzeldarstellung darzustellen:

Über die Funktion "Einstellungen für Gerätenamen"#4 kann der User die Gerätenamen frei über die Tags und Kategorien einstellen.

Im Screenshot ein Beispiel einer Ortsnetzstation mit Darstellung der Abgänge. Die Bezeichnungen der Abgänge sind über die Kategorie "device"#5 einem festen Gerät zugeordnet.
Die Abgänge werden über "assigned slave name"#6 im Diagramm dargestellt.

Analyse Layout
6.5.2.2.18. Widget / Analyse Einstellungen

Unter den „Widget Einstellungen“ ist es möglich, die Überschrift / Titel sowie die Größe des Widgets anzupassen.
Diese Einstellungen sind relevant, wenn die Analyse in das Analyse Dashboard überführt und dauerhaft gespeichert werden soll.



6.5.3. Analyse Gerät

Diese Ansicht bietet detaillierte und vorgefertigte Analysefunktionen für einzelne Messgeräte, um gezielt auf deren Daten zuzugreifen.

Die Ansicht gliedert sich in drei Bereiche:

PQ Report

Als User hat man die Möglichkeit, über #4 das Messgerät zu wechseln und wöchentlich zwischen den Daten zu wechseln.

Der PowerQuality-Bericht setzt sich aus vier Analysetypen zusammen:

  1. Zusammenfassung der notwendigen Messgrößen nach dem eingestellten Normtemplate in einer übersichtlichen Balkendarstellung bezogen auf die Grenzwerte.

  2. Erläuterung der EN50160-relevanten Messgrößen.

  3. Auflistung der vom Messgerät aufgezeichneten Störschriebe.

  4. Auflistung der PQ-Events in der EN50160-Matrix.

Durch einen Klick auf die Balken öffnet sich das Drill-In-Verfahren, um die Messdaten detailliert anzuzeigen.

Im Reiter „Analyse Gerät“#2 finden sich vorgefertigte Pegel-Zeitdiagramme, Histogramme sowie die ITIC Kurve.

Im Bereich der Live-Daten#3 hat der Benutzer die Möglichkeit, bei einer direkten Anbindung des gewählten Messgerätes die Live-Daten des Gerätes zu visualisieren.


6.5.4. Analyse > Dashboard

Das Analyse Dashboard, das in der Navigationsleiste auf der linken Seite unter „Analyse > Dashboard“ #1 zu finden ist, dient der dauerhaften Sicherung von Analysen in Widgets, die über das Analyse Cockpit erstellt wurden. Mithilfe der Funktion Analyse hinzufügen#2 ist es möglich, das Analyse Cockpit zu öffnen, eine individuelle Analyse zu definieren und diese in das Analyse Dashboard zu überführen

Dashboard

Mit der Funktion „Tab Einstellungen“#3 kann der Zeitraum für alle im Tab gespeicherten Analysen verändert werden. So lässt sich zum Beispiel in einem Widget die Leistung und in einem anderen Widget die maximalen Ströme sowie Spannungen und der THD (Total Harmonic Distortion) auswählen. Um die Abhängigkeiten der Größen untereinander wöchentlich zu vergleichen, kann der Zeitraum für alle Widgets über die Tab Einstellungen angeglichen werden. Klicken Sie hierzu auf „Tab Einstellungen“ und ändern Sie den Zeitbereich für den Tab und alle darin enthaltenen Analysen.

Über die Funktion „Tab speichern“#4 werden die Einstellungen wie Fenstergrößen, Zoomstufen, Marker usw. gespeichert. Wenn Änderungen vorgenommen wurden, wird der Nutzer beim Verlassen des Analyse Dashboards aufgefordert, die Änderungen zu speichern oder zu verwerfen. Ungespeicherte Tabs werden mit einem „*“ markiert, sodass sie einfach wiedergefunden werden können, um die Speicherung abzuschließen.

Mit der Funktion #5 können Tabs 1:1 kopiert und unter einem neuen Namen gespeichert werden. Die Funktion #6 löscht den Tab direkt. Wird ein Tab jedoch über das X neben dem Tab-Namen geschlossen, wird dieser nicht gelöscht, sondern kann jederzeit wieder über das Tab-Menü #7 in der Tableiste eingeblendet werden.

Über das Tab-Menü wird das Tab-Menü geöffnet. Im Bereich „Lade gespeicherte Tabs“ können alle Tabs aus dem Hintergrundspeicher wieder in die Oberfläche übertragen werden. Um einen neuen Tab zu erzeugen, klicken Sie auf „+ Erzeuge neu“. Um den mithilfe der Funktion #5 kopierten Tab in einen neuen zu speichern, nutzen Sie die Funktion „Füge Tab hinzu“ und fügen Sie den Inhalt über STRG+V in das leere Feld ein.

6.5.4.1. Gruppen-Dashboards

Neben persönlichen Dashboard-Tabs unterstützt WebPQ auch gemeinsame Gruppen-Dashboards. Die Seite ist in der linken Navigation unter Analyse > Gruppen Dashboard erreichbar und zeigt alle Dashboard-Tabs der Gruppen an, denen der aktuelle Benutzer angehört.

Ein Gruppen-Dashboard erstellen

Gruppen-Dashboards werden erzeugt, indem ein bereits gespeicherter persönlicher Dashboard-Tab in eine Gruppe übertragen wird:

  1. Analyse > Dashboard öffnen.

  2. Den Tab zuerst speichern. Ungespeicherte Tabs können nicht übertragen werden.

  3. In der Werkzeugleiste des Tabs Transfer to Group Dashboards auswählen.

  4. Die Zielgruppe auswählen.

  5. Die Übertragung bestätigen.

Nach erfolgreicher Übertragung wird der Tab aus dem persönlichen Dashboard entfernt und als gemeinsamer Gruppen-Tab gespeichert.

Gruppen-Dashboard-Tabs öffnen und finden

Gemeinsame Tabs bearbeiten

Ein geöffneter Gruppen-Tab verhält sich wie ein normales Analyse-Dashboard:

Damit eignen sich Gruppen-Dashboards für gemeinsame Teamansichten, die für alle Mitglieder einer Gruppe identisch verfügbar bleiben sollen.

Konflikte beim Speichern

Wenn ein anderer Benutzer denselben Gruppen-Tab speichert, bevor die eigenen Änderungen gespeichert werden, erkennt WebPQ den Versionskonflikt und bietet drei Möglichkeiten an:

Im Dialog wird zusätzlich angezeigt, welcher Benutzer den Tab zuletzt geändert hat und wann die letzte Speicherung erfolgt ist.

Hinweise


6.6. Zeit Einstellungen in der Analyse

Die Zeiteinstellung#1 in der Analyse ermöglicht es dem Benutzer, ein Dialogfenster zur Konfiguration des Analysezeitraums zu öffnen und umfangreiche Zeitoptionen festzulegen die für die Analysen von äquidistanten Messwerten relevant sind.

Zeiteinstellungen

Generell stehen vier verschiedene Modi zur Verfügung:


6.7. Reporting – PQ Standardvorlagen

Im Menü unter „Vorlagen & Aufgaben >> Reporting Templates“ sind Templates für die Auswertung verschiedener Spannungsqualitätsparameter hinterlegt. Diese Templates werden mit jedem Software-Update aktualisiert, auf dem neuesten Stand gehalten und erweitert. Es besteht zudem die Möglichkeit, eigene Templates zu erstellen und diese in der Liste zu speichern oder auf Basis einer bestehenden Vorlage zu erstellen.

Jede Vorlage kann auf ein oder mehrere Geräte angewendet werden, um Berichte mit den entsprechenden Grenzwerten zu erstellen. Es ist auch möglich, mit Grenzwertsätzen in den Analysen zu arbeiten und diese als Vorlagen zu verwenden oder die Grenzwertsätze für eventbasiertes Monitoring zu nutzen.

  1. Nutzung der Vorlagen in den Analysen und im eventbasierten Monitoring

ReportingTemplates

Aktuell werden die folgenden Normen und Grenzwertsätze unterstützt:

Um die Grenzwerte des jeweiligen Templates einzusehen, klickt man einfach auf den entsprechenden Namen der Norm oder der Grenzwertvorlage. Es öffnet sich dann ein Detailfenster mit den relevanten Informationen.

Über die Freitextsuche kann entweder nach Normen oder auch nach Kategorien wie Ländern oder Kontinenten gesucht werden.

Die Normvorlagen können direkt auf Geräte angewendet und individuell an kundenspezifische Vorgaben angepasst werden.


6.7.1. Hinzufügen von eigenen Grenzwertsätzen

Hinzunahme von Grenzwerten

Durch einen Klick auf „+ Hinzufügen“ #1 öffnet sich ein Assistent zum Hinzufügen oder Konfigurieren eines eigenen Templates. Hier können die folgenden Modi ausgewählt werden:

Nach der Auswahl des Modus wird im nächsten Schritt der Name des Templates und die Beschreibung #3 festgelegt.

Template Editor

Nachfolgend Erläuterung und Verwendung der einzelnen Bereiche:


6.8. Spannungsqualitätsnormen (limits uharm)

Diese Normvorlage ist ein Standardtemplate, das die gängigsten Spannungsqualitätsparameter und deren Grenzwerte beinhaltet. Sie kann auf alle Geräte angewendet werden, die Spannungsqualitätsdaten erfassen. Dies ist auch nachträglich möglich, selbst wenn das Messgerät bereits mit einer anderen Vorlage betrieben wurde. Die Vorlage kann auch in den Analysen verwendet werden, um die Grenzwerte in den Grafiken darzustellen.

Die Vorlage hat folgende Parameter im Bereich Allgemein:

Grenzwerte für Spannungsqualitätsnormen

Die aktuelle Berichtsvorlage beeinflusst auch die erzeugte Druckausgabe:

Für Branding und Seitenformat eines Berichts nutzt WebPQ zusätzlich die Report-Einstellungen des aktuellen Mandanten:

6.9. Fault Ride Through (FRT) Kurven

Konfiguration in der Sektion „Analysen“ FRT Kurven.


6.10. Kundenspezifische Grenzwerte – Messwertüberwachung

Diese Funktion kann verwendet werden, um in den Analysen oder im eventbasierten Monitoring auf Basis von kundenspezifischen Grenzwerten zu arbeiten.

Konfiguration kundenspezifischer Grenzwerte mit Einheit, Datenklassen, Geraeten und Minimalwert

Die folgenden Parameter können eingestellt werden:

Name legt den Namen der Vorlage fest, um diese in den Analysen und im eventbasierten Monitoring der Automationsaufgaben wiederzufinden. Einheit legt die Einheit der Vorlage fest, z. B. V, A, kW, kVAr, Hz etc., auf die sich der Grenzwert bezieht. Datenklassen legt die Datenklasse der Vorlage fest, z. B. „Spannung“, „Strom“, „Leistung“ etc., um die Zuordnung der Messwerte zu erleichtern. Es können auch mehrere Datenklassen ausgewählt werden, die die zuvor gewählte Einheit haben. Geräte legt fest, für welche Geräte die Vorlage verfügbar sein soll. Es können auch mehrere Geräte ausgewählt werden. Minimum unterer Grenzwert für die Auslösung. Maximum oberer Grenzwert für die Auslösung. Absolut legt fest, ob der Grenzwert als Absolutwert oder mit Vorzeichen betrachtet werden soll. Hysterese legt fest, wie hoch der Grenzwert unter oder über dem definierten Wert liegen muss, damit eine erneute Auslösung erfolgt.

Mit Speichern wird die Vorlage in der Liste der verfügbaren Vorlagen abgelegt und kann auf die entsprechenden Geräte angewendet werden. Mit Entfernen wird die Vorlage gelöscht.

Die Grenzwerte können anschließend in den Analysen – siehe hierzu Grenzwerte in den Analysen – verwendet werden. Sie dienen auch der Überwachung im eventbasierten Monitoring – siehe hierzu Automationsaufgaben.

Anwendungsbeispiel:

Als Netzbetreiber möchte ich Ortsnetzstationen sowie die Abgänge eines Netzgebietes auf die Einhaltung der EN50160 überwachen, aber auch sicherstellen, dass ich informiert werde, wenn der Strom bei 90 % der NH-Sicherung liegt.

Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Hinzunahme mehrerer kundenspezifischer Grenzwertvorlagen – z. B. mit dem Namen der Sicherungsgrößen und der Definition des Stromwertes bei z. B. 90 % der NH-Sicherung

NH-Sicherung

Info: Die kundenspezifischen Grenzwerte können auch in den Geräteeinstellungen unter dem Reiter „Grenzwerte“ hinzugefügt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Vorlage direkt auf das Gerät angewendet wird und nicht über die Gerätekonfiguration erfolgen muss. Dies ist besonders nützlich, wenn die Vorlage nur für ein einzelnes Gerät gelten soll bzw. man kontrollieren möchte, welche Geräte die Vorlage verwenden.

  1. Erstellung eines Dashboards für den automatisierten Bericht mit freien Analysen und Zeitauswahl

  1. Hinzunahme eines automatisierten Berichts in den Automationsaufgaben als eventbasiertes Monitoring

Dialog zur Konfiguration eines Automatisierungstriggers basierend auf kundenspezifischen Grenzwerten
  1. Ergebnis

Wenn nun die definierten Grenzwerte eines oder mehrerer Geräte überschritten werden, erhält der Empfänger automatisch eine Benachrichtigung mit dem entsprechend frei konfigurierten Dashboard als PDF per E-Mail.

6.10.1. Verhalten beim gedruckten Bericht

Erzeugte Berichte und Druckansichten werden serverseitig vorbereitet. WebPQ wartet, bis die enthaltenen Diagramme und Report-Elemente fertig geladen sind, bevor das PDF erstellt wird. Während dieser Vorbereitung zeigt die Report-Seite daher zunächst einen Ladezustand an, anstatt eine unvollständige Seite zu exportieren.

Für tabellarische EN-Berichte verwendet WebPQ einen eigenen Druckmodus:


6.11. Reporting - Automatisierung & Aufgaben

Der Kern der Software WebPQ liegt häufig in der automatisierten, zielgerichteten Bereitstellung von Informationen für verschiedene Benutzer oder Anwendungen. Hierzu verfügt die Software über ein Modul zur Automatisierung von Aufgaben.

Ein wesentlicher Vorteil der Software ist ihre Fähigkeit, regelmäßig und automatisch Compliance-Berichte zu erstellen, wie beispielsweise gemäß der EN50160 oder den VDE-AR Anwenderrichtlinien. Darüber hinaus kann die Software im Falle von Netzstörungen betroffene Kunden automatisch informieren. In vielen Anwendungsfällen erfordert die Softwarelösung zudem die automatische Ablage und den Export von Messdaten in offenen Dateiformaten. All diese Einstellungen und Aufgaben können im Bereich „Aufgaben“ konfiguriert und verwaltet werden.

Im Folgenden sind die Hauptaufgaben aufgeführt, die durch die Automatisierungsfunktionen der Software ermöglicht werden:

Störschriebe Dieses Modul ermöglicht es, automatische Alarmmeldungen zu senden oder Störschriebe zu speichern, beispielsweise im Falle von Störungen im Stromnetz. Die Benachrichtigungen können per E-Mail versendet werden und beinhalten alle relevanten Informationen zu den Störungen. So werden Benutzer oder Systemadministratoren direkt und effizient informiert, wodurch eine schnelle Reaktion auf Netzprobleme gewährleistet wird.

Berichte Mit dieser Funktion können regelmäßig und automatisch Standardberichte erstellt und versendet werden. Beispiele hierfür sind Berichte nach der Norm EN50160 oder anderen branchenüblichen Standards. Diese Berichte können in verschiedenen Formaten, wie PDF, erstellt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die im Analyse Dashboard erstellten Tabs als Grundlage für die automatisierten Reports zu verwenden. Dies ermöglicht eine regelmäßige, standardisierte Berichterstattung ohne manuelles Eingreifen. Durch die Verwendung der "kundenspezifische Grenzwerte - Messwertüberwachung" ist im Bereichtswesen auch die Erstellung von Berichten auf Basis von individuellen Grenzwerten möglich. siehe hierzu auch kundenspezifische Grenzwerte - Messwertüberwachung

Export Das Exportmodul ermöglicht den automatischen und regelmäßigen Export von Messdaten für ein oder mehrere Geräte. Die exportierten Daten können in offenen Dateiformaten abgelegt werden, die für weitere Analysen oder zur Archivierung benötigt werden. Diese Funktion stellt sicher, dass alle relevanten Messdaten jederzeit in einem strukturierten und zugänglichen Format verfügbar sind, ohne dass manuelle Exporte erforderlich sind.

Alle diese Aufgaben und Automatisierungsprozesse sind zentral im Bereich „Aufgaben“ der Software verwaltbar, was eine einfache Konfiguration und regelmäßige Durchführung von automatisierten Prozessen ermöglicht.


6.11.1. Sicherung und Download der erzeugten Daten

Die kompletten Berichte und Exporte, die in den Automationsaufgaben erstellt werden, werden sowohl im Dateisystem des WebPQ-Servers als auch in den angegebenen Ordnern gespeichert, die im WebPQ-Backend konfiguriert werden können. Weitere Informationen zum Backend unter Link. Diese Daten können jederzeit wieder abgerufen werden.

Zusätzlich stehen die erstellten Daten auch im Bereich „Import / Export“ unter „Export“ im Client zur Verfügung und können direkt über den Browser heruntergeladen werden.

Download

6.11.2. Aktivierung / Deaktivierung von Aufgaben

Jede Aufgabe kann aktiviert oder deaktiviert werden, je nach Bedarf. Dies ermöglicht eine flexible Steuerung, ob eine Aufgabe ausgeführt werden soll und ob nicht.

Aktivierung von Aufgaben

6.11.3. Erstellung von Aufgaben

Auswahl von Geräten, Tags und Tag Kategorien in einer Automationsaufgabe

Über die Schaltfläche „+ Aufgabe hinzufügen“ kann der Nutzer neue Aufgaben erstellen. Im ersten Schritt muss der Aufgabenname sowie eine Beschreibung festgelegt werden, unter der die Aufgabe gespeichert wird. Diese Angaben sind notwendig, um die Aufgabe später eindeutig zu identifizieren und korrekt zuzuordnen.

Im nächsten Schritt wird der Typ der Aufgabe festgelegt. Dieser Typ bestimmt die Art und Weise, wie die Aufgabe ausgeführt wird und welche spezifischen Parameter konfiguriert werden müssen.

Je nach Aufgabentyp kann die Auswahl der betroffenen Messstellen nicht nur über einzelne Geräte, sondern auch über Tags und Tag Kategorien erfolgen. Dadurch lassen sich Automationsaufgaben gezielt für logisch gruppierte Geräte definieren, ohne jede Messstelle einzeln auswählen zu müssen.

Ein typisches Beispiel ist ein regelmäßiger Report für alle Geräte mit dem Tag „highvoltage“. Wird die Automationsaufgabe über dieses Tag definiert, gilt sie automatisch auch für neu hinzugefügte Geräte, sobald diese ebenfalls mit dem Tag „highvoltage“ versehen werden. Der Report muss in diesem Fall nicht manuell angepasst werden, nur weil weitere passende Geräte hinzugekommen sind.

Der praktische Vorteil dabei ist, dass bestehende Jobs nicht für jedes neue Gerät erneut parametriert werden müssen. Sobald ein neues Gerät dem verwendeten Tag oder der verwendeten Tag Kategorie zugeordnet ist, wird es implizit von allen passenden Automationsjobs dieser Sektion mit verarbeitet.


6.11.3.1. Störschrieb als Aufgabe erstellen

Eine häufig genutzte Aufgabe ist der Störschrieb. Diese Aufgabe ermöglicht es, bei einer Störung automatisch eine Benachrichtigung zu senden oder zu protokollieren. Der Störschrieb wird in der Regel als E-Mail an definierte Empfänger verschickt, sobald eine Netzstörung erkannt wird. Dadurch werden die verantwortlichen Personen sofort informiert, sodass schnell reagiert werden kann.

Störschrieb mit Auswahl über Geräte, Tags und Tag Kategorien

Mit #1 wird der Name der Aufgabe festgelegt. Unter #2 können die Einstellungen vorgenommen werden, welche Geräte, Tags oder Tag Kategorien für den Versand in Frage kommen und welches Reporting-Format (z. B. PDF oder COMTRADE) gewählt werden soll. Des Weiteren kann die Art des Schriebs in den Einstellungen festgelegt werden, etwa als oszilloskopischer oder TRMS-Schreib (True Root Mean Square), was die Art der Messwertdarstellung beeinflusst.

Auch hier gilt: Wird die Auswahl über Tags oder Tag Kategorien getroffen, werden neu angelegte und entsprechend zugeordnete Geräte automatisch mit einbezogen. Bereits konfigurierte Störschrieb-Jobs müssen dadurch nicht pro Gerät nachgepflegt werden.

In den E-Mail-Einstellungen müssen die Empfänger, der Betreff sowie die Formate festgelegt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Variablen einzubinden, um individuelle Betreffzeilen oder E-Mail-Texte zu erstellen. Diese Funktion bietet eine hohe Flexibilität, da der Inhalt der E-Mails auf die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten abgestimmt werden kann.

Störschrieb als Aufgabe

Im Bereich der Zeiteinstellungen können spezifische Parameter festgelegt werden, etwa wie weit zurück der Störschrieb betrachtet werden soll. So lässt sich der Zeitraum definieren, in dem die Störungen nachträglich verarbeitet oder analysiert werden können, und es wird festgelegt, wie lange die historischen Daten versendet werden sollen


6.11.3.2. Report als Aufgabe erstellen

Mithilfe der Reporting Templates und des Analyse Dashboards bietet die Software WebPQ die Möglichkeit, aus über 65 verschiedenen Templates automatisiert PDF-Reports nach Norm zu erzeugen. Diese Reports können für Gerätegruppen oder Einzelgeräte erstellt werden.

In den Einstellungen der Automationsaufgabe müssen die betroffenen Geräte, Tags oder Tag Kategorien sowie die Berichtsvorlage ausgewählt werden. Diese Vorlagen können im Reporting Editor entweder nach den Standardvorgaben oder auch kundenspezifisch angepasst werden.

Wird ein Report über Tags oder Tag Kategorien definiert, profitieren insbesondere wachsende Anlagenstrukturen: Neue Geräte werden nach ihrer Zuordnung automatisch vom bestehenden Job mit verarbeitet, ohne dass die Report-Parametrierung erneut geöffnet und erweitert werden muss.

Für individuellere Reports bietet die Software die Möglichkeit, über die individuell zusammenstellbaren Tabs im Bereich des Analyse Dashboards freie Reports aus verschiedenen Analysearten zu erstellen. Hierzu wählt man unter Punkt #2 einfach den gewünschten Tab aus.

Im Bereich der Zeiteinstellungen können spezifische Parameter festgelegt werden, wie etwa häufigkeit, Wochentag und Uhrzeit, zu denen der regelmäßige Report erzeugt werden soll. Diese Funktion ermöglicht eine vollständige Automatisierung und Planung von Reportgenerierungen ohne manuelles Eingreifen.

Für automatisierte Report-E-Mails unterstützt WebPQ Platzhalter, die während der Aufgabenausführung gefüllt werden. Je nach Aufgabe und vorhandenen Geräte-Metadaten können damit Werte wie Report-ID, Report-Beschreibung, Stations-ID, Gruppe, Anlage, Feld, Gerät, Schriebinformationen, Triggerzeit oder erzeugter Dateiname in Betreff oder Nachrichtentext eingefügt werden.

Automatisierte Reports verwenden dieselbe Erzeugungspipeline wie manuelle Druckaufträge. Deshalb werden:


6.11.3.3. Export als Aufgabe erstellen

Im Gegensatz zu den Reports unterscheidet sich die Export-Aufgabe hauptsächlich in den Einstellungen. Während die Auswahl der betroffenen Messstellen ähnlich wie bei den Reports erfolgt und ebenfalls über Geräte, Tags oder Tag Kategorien vorgenommen werden kann, muss hier zusätzlich das Format des Exports ausgewählt werden. Der Export ermöglicht es, Messdaten in verschiedenen Formaten abzulegen.

Auch Export-Aufgaben profitieren davon, wenn statt einzelner Geräte eine Auswahl über Tags oder Tag Kategorien verwendet wird. Neu hinzugefügte Geräte werden dann nach ihrer Zuordnung automatisch in den bestehenden Exportjob aufgenommen.

Aktuell stehen folgende Exportformate zur Verfügung:

6.11.3.3.1. CSV

Beim CSV-Export muss nach der Auswahl des Formats die Datenklasse bzw. die Datenpunkte festgelegt werden, die exportiert werden sollen. Dies bietet die Flexibilität, nur die relevanten Daten in einem strukturierten CSV-Format zu exportieren.

Export
6.11.3.3.2. NeQual

Beim NeQual-Export müssen die Anzahl der Wochen, das Land sowie der Startzeitpunkt des Exportzeitraums festgelegt werden. Diese Einstellungen ermöglichen es, Daten für spezifische Zeiträume und geographische Regionen zu exportieren

Nequal Export

Nachdem eine Automationsaufgabe einen Export gestartet hat, erscheint die erzeugte Datei ebenfalls in der normalen Übersicht unter Import / Export > Export. Dort können fertige Dateien heruntergeladen und fehlgeschlagene Exporte zusammen mit ihrem Fehlertext geprüft werden.


6.12. Import von Messdaten

6.12.1. Allgemeines

Um Messdaten in die Software WebPQ zu importieren, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Der Import kann entweder manuell über den Client oder automatisiert über die direkte Anbindung via TCP/IP erfolgen.

Ein manueller Import wird genutzt, wenn keine direkte Verbindung zum Messgerät besteht oder gewünscht ist. Zudem können Messdaten aus anderen Systemen oder von Endkunden so importiert werden.

6.12.2. Manueller Import

Im Bereich Import / Export >> Import befindet sich die Funktion für den manuellen Import. Über diese können Daten, die z. B. per SD-Karte, WebServer oder WinPQ Lite exportiert wurden, hochgeladen werden.

6.12.2.1. Import von PQ-Box-Daten

Für den Import von PQ-Box-Daten wird im Importassistenten zunächst der Importtyp PQ-Box ausgewählt. Anschließend kann das Verzeichnis mit den exportierten Dateien ausgewählt werden.

Beim PQ-Box-Import verarbeitet WebPQ unterstützte .pqf-Messdateien und ordnet deren Inhalte den in WebPQ verwendeten Datenklassen zu. Begleitdateien wie Parameter-, Info- oder Kommentar-Dateien können im gewählten Verzeichnis enthalten sein. Nicht unterstützte Logdateien werden dabei nicht als Messdaten importiert.

Die importierten zyklischen Daten und Schriebdaten werden mit denselben Datenklassenbezeichnungen geführt wie Daten von PQI-Geräten. Dadurch stehen PQ-Box-Daten nach dem Import einheitlich in Analysen, Exporten, Berichten und Synchronisationsansichten zur Verfügung.

6.12.2.2. Import von COMTRADE-Daten

Für den Import von COMTRADE-Daten wird im Importassistenten der Importtyp Comtrade ausgewählt. Diese Auswahl ist nur sichtbar, wenn das COMTRADE-Import-Add-on in der Lizenz aktiviert ist.

Jede COMTRADE-Importgruppe muss mindestens aus einer .cfg-Datei und einer passenden .dat-Datei bestehen. Optionale .hdr-, .inf- und .cff-Dateien werden berücksichtigt, wenn sie zur selben COMTRADE-Gruppe gehören.

Als dateiseitige Kennung verwendet WebPQ die in den COMTRADE-Metadaten enthaltene Rec-ID beziehungsweise das Feld identNumberOrDeviceName. Diese Kennung kann im Assistenten zum Gruppieren mehrerer zusammengehöriger Dateien verwendet werden. Die eigentliche Zuordnung in WebPQ erfolgt jedoch nicht allein automatisch über diese Kennung, sondern über den Mapping-Schritt auf ein konkretes COMTRADE-Gerät.

Im Zuordnungsschritt zeigt WebPQ die Kanäle aus der Konfigurationsdatei an. Diese Kanäle werden einem COMTRADE-Gerät und den Zielkanälen in WebPQ zugeordnet. Falls noch kein passendes COMTRADE-Gerät vorhanden ist, kann es direkt im Importdialog oder vorab in der Geräteverwaltung angelegt werden.

Wenn für dieses COMTRADE-Gerät bereits eine Kanalzuordnung gespeichert wurde, kann WebPQ diese Zuordnung bei späteren Imports mit passenden Kanalnamen wiederverwenden. Die Rec-ID dient dabei vor allem der Gruppierung und Wiedererkennbarkeit der Importdateien, nicht als alleiniger Ersatz für die Geräteauswahl im Assistenten.

Fehlende .cfg-/.dat-Paare, nicht lesbare Konfigurationsdateien oder Dateien mit zu vielen Analogkanälen werden bereits vor dem Upload im Assistenten angezeigt. Warnungen und Fehler des eigentlichen Imports werden zusätzlich im Importprotokoll festgehalten.

6.12.2.3. Importprozess

Der manuelle Import erfolgt in mehreren Schritten:

6.12.2.4. Schritt 1: Importassistent starten

DatenImport

6.12.2.5. Schritt 1a: Importtyp auswählen

6.12.2.6. Schritt 2: Verzeichnis mit Messdaten auswählen

DatenImport Auswahl

Hinweis: Sie müssen einer Sicherheitsmeldung zustimmen!

Sicherheitswarnung

6.12.2.7. Schritt 3: Messgeräte zuweisen

Gerätezuordnung

6.12.2.8. Schritt 4: Upload und Import

Daten hochladen

6.12.2.9. Schritt 5: Fortschritt und Überprüfung

Importübersicht

6.13. Export von Messdaten

6.13.1. Allgemeines

Die Software WebPQ bietet sowohl manuelle als auch automatisierte Exportmöglichkeiten für Messdaten. Im Bereich Import / Export >> Export können Sie:

Exporte werden in Hintergrundjobs auf dem Server erzeugt. Dadurch kann ein Export auch bei größeren Datenmengen weiterlaufen, und das Ergebnis erscheint in der Exportübersicht, sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist.

Export

6.13.2. Manuelle Erstellung eines Exports

Ein manueller Export erfolgt in mehreren Schritten:

6.13.2.1. Schritt 1: Exportdialog öffnen

6.13.2.2. Schritt 2: Exportnamen vergeben

6.13.2.3. Schritt 3: Exportformat wählen

Tipp: Für die Formate PDF und Comtrade sind andere Wege zur Erstellung von Berichten und Exporten möglich. Weitere Informationen finden Sie unter Export über Burgermenü.

6.13.2.4. Schritt 4: Geräte auswählen

6.13.2.5. Schritt 5: Zeitraum definieren

6.13.2.6. Schritt 6: Datenklassen bestimmen

Je nach gewähltem Exporttyp gelten zusätzliche Prüfungen:

Solange der Parametersatz unvollständig oder ungültig ist, bleibt die Bestätigungsschaltfläche deaktiviert.

Export

6.13.3. Exportvorgang und Verwaltung

Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden, wird der Export durch Bestätigen mit "OK" auf dem Server gestartet.

Solange Exporte den Status Pending oder In Progress haben, aktualisiert sich die Übersicht automatisch in kürzeren Abständen, damit Fortschritt und fertige Downloads ohne manuelles Neuladen sichtbar werden.

6.13.3.1. Exportübersicht und Download

Die Übersicht enthält sowohl manuell erzeugte Exporte als auch Dateien aus Automationsaufgaben. Jeder fertige Export wird als ZIP-Datei bereitgestellt, auch wenn das eigentliche Exportformat innerhalb dieser ZIP-Datei CSV, PQDIF oder NeQual ist.

Die Statusspalte zeigt den aktuellen Verarbeitungsstand an:

Für unterstützte Formate kann über New from row ein neuer Exportdialog mit bereits vorausgefüllten Parametern eines vorhandenen Exports geöffnet werden. Das ist nützlich für wiederkehrende Exporte mit gleichem Umfang.

Abgeschlossene oder nicht mehr benötigte Exporte lassen sich wieder aus der Tabelle entfernen. Dabei werden der Exporteintrag und die zugehörigen serverseitigen Exportdaten der ausgewählten Zeilen gelöscht.

Wenn ein Export fehlschlägt, schreibt WebPQ zusätzlich einen passenden Syslog-Fehlereintrag. Fehlgeschlagene Exporte lassen sich dadurch nicht nur über die Exporttabelle, sondern auch im Betriebsmonitoring nachvollziehen.

6.13.3.2. Hinweis zur Serverkonfiguration für Exporte


6.14. Daten-Synchronisation

6.14.1. Allgemeines

Bei der Daten-Synchronisation werden die Messdaten beim Schreiben in die Datenbank automatisch in eine Datei geschrieben. Diese Datei kann dann von einer anderen WebPQ-Instanz eingelesen werden, um die Daten zu synchronisieren.

Dabei ist es sowohl möglich, eine einmalige Synchronisation durchzuführen, als auch eine regelmäßige Synchronisation einzurichten, um die Daten kontinuierlich zu synchronisieren.

Ebenfalls können auf diese Weise Backups der Messdaten erstellt werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Synchronisation von Messdaten nicht als Ersatz für ein vollständiges Backup der Datenbank angesehen werden sollte, da sie nur die Messdaten und nicht die gesamte Datenbankstruktur oder andere wichtige Informationen sichert.

6.14.2. Technische Anforderungen

Damit die Daten-Synchronisation funktioniert, müssen folgende technische Anforderungen erfüllt sein:

6.14.3. Einrichtung der Synchronisation

Die Einrichtung der Synchronisation erfolgt über die Administrations-Oberfläche der WebPQ-Instanz. Die Einstellungen für den Export bzw. den Import können dort separat konfiguriert werden. Außerdem ist es möglich, dort die Auswahl der Geräte mit Hilfe eines regulären Ausdrucks zu filtern, um z.B. nur bestimmte Geräte zu synchronisieren.

Administrations-Oberfläche

Um die Auswahl der zu synchronisierenden Geräte zu erleichtern, können reguläre Ausdrücke verwendet werden. Zum Beispiel kann der reguläre Ausdruck .* verwendet werden, um alle Geräte zu synchronisieren, oder Werk.*, um nur Geräte zu synchronisieren, deren Name mit "Werk" beginnt.

Achtung: Der Screenshot dient lediglich der Veranschaulichung der Einstellungen für die Synchronisation. Der gleichzeitige Export und Import von Daten auf derselben WebPQ-Instanz ist nicht möglich, da die Geräte dort als vorhanden erkannt werden und die Synchronisation nicht gestartet wird. Es ist daher wichtig, die Synchronisation auf zwei verschiedenen WebPQ-Instanzen einzurichten, um die Funktionalität zu gewährleisten.

6.14.4. Lizenzierung

Die Daten-Synchronisation ist eine spezielle Funktion, die in der Regel nicht in der Standardlizenz enthalten ist. Sie erfordert eine separate Lizenzierung, da sie zusätzliche Ressourcen und Wartungsaufwand mit sich bringt. Synchronisation von Messdaten wird erst dann beginnen, wenn eine gültige Lizenz für diese Funktion vorliegt. Ohne die entsprechende Lizenz werden die Synchronisationsprozesse nicht gestartet, und es werden keine Daten synchronisiert.

6.14.5. Synchronisationsstatus

Der Status der Synchronisation kann auf dem Quell-System mit Hilfe von Log-Dateien überwacht werden, die Informationen über mögliche Fehler enthalten. Wenn der Export nicht möglich ist - z.B. weil das Dateisystem vollgelaufen ist - wird dies in der Log-Datein mit einer Syslog-Meldung protokolliert. Es ist daher wichtig, regelmäßig die Log-Dateien zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Synchronisation reibungslos funktioniert und um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Auf dem Ziel-System kann der Status der Synchronisation über die Seite "Synchronisation Gerät" im Bereich "Import / Export" eingesehen werden. Dort wird der aktuelle Status der Synchronisation angezeigt, einschließlich Informationen über die zuletzt synchronisierten Dateien und mögliche Fehler. Weitere Details zum Synchronisationsstatus finden Sie in der Dokumentation unter Synchronisationsstatus. Auch auf dem Ziel-System werden Syslog-Meldungen protokolliert, wenn der Import nicht möglich ist - z.B. weil die Dateien nicht lesbar sind oder weil die Datenbank sich verändert hat und sich nicht mehr im selben Zustand wie beim Export befindet. Es ist daher auch auf dem Ziel-System wichtig, regelmäßig die Log-Dateien zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Synchronisation reibungslos funktioniert und um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Die Statusseite wird regelmäßig aktualisiert. Sie zeigt, ob die Synchronisation für ein Gerät aktiv ist, ob Fehler vorliegen, wann der letzte synchronisierte Datenpunkt angekommen ist und ob noch Dateien in der Upload-Warteschlange stehen.

6.14.6. Details zur Synchronisation

Der Export findet in dem Moment statt, in dem die Daten in die Datenbank geschrieben werden. Dabei wird erst mit Beendigung des Lesevorgangs vom Gerät der Export gestartet, um sicherzustellen, dass die Daten vollständig und konsistent in die Datei geschrieben werden können.

Der Import-Prozess scannt alle vorhandenen Dateien im Import-Verzeichnis alle 15min, um neue Geräte oder Datenklassen zu erkennen. Sobald eine Geräte-Datenklasse bekannt ist, werden die Dateien direkt eingelesen und alle 5s überprüft, ob die nächste erwartete Datei vorhanden ist. Sobald die nächste Datei gefunden wird und vollständig ist, wird sie eingelesen und die Daten in die Datenbank geschrieben.

Alle mit Hilfe der Geräte-Synchronisation erstellten Geräte bekommen automatisch den Tag "syncimport" zugewiesen, um sie von anderen Geräten zu unterscheiden. (Es ist aber problemlos möglich, diesen Tag zu entfernen oder zu ändern, wenn er nicht benötigt wird.)

6.14.7. FAQ und Fehlerbehebung

6.14.7.1. Was kann ich tun, wenn keine Daten im IT-System ankommen?

Prüfen Sie die folgenden Punkte der Reihe nach:

  1. Prüfen Sie, ob die Daten-Synchronisation lizenziert ist. Ohne die DataSync-Funktion bleiben Export oder Import deaktiviert und es werden keine Dateien verarbeitet.

  2. Prüfen Sie, ob das konfigurierte Exportverzeichnis auf dem Quellsystem und das Importverzeichnis auf dem Zielsystem wirklich existieren und Verzeichnisse sind.

  3. Prüfen Sie, ob das Quellsystem Schreibrechte und das Zielsystem Leserechte auf die gemeinsamen Ordner hat.

  4. Prüfen Sie, ob Quell- und Zielsystem tatsächlich zwei verschiedene WebPQ-Instanzen sind.

  5. Prüfen Sie, ob der konfigurierte Regex-Filter für Geräte die erwarteten Gerätenamen wirklich trifft.

  6. Prüfen Sie die Seite Synchronisation Gerät auf dem Zielsystem und das Syslog auf beiden Systemen.

6.14.7.2. Worauf sollte ich auf der Seite Synchronisation Gerät achten?

Die Seite gibt den schnellsten Überblick darüber, ob das Zielsystem nur aufholt oder ob es blockiert ist:

Wenn die Warnung zur Warteschlange über längere Zeit bestehen bleibt, deutet das auf einen Rückstau beim Datenbank-Upload auf dem Zielsystem hin.

6.14.7.3. Welche Fehler meldet WebPQ direkt?

Die Synchronisationspfade schreiben für mehrere wichtige Fehlerfälle explizite Betriebs- bzw. Syslog-Meldungen:

Diese Meldungen werden im Syslog protokolliert und sollten bei einem unerwarteten Stillstand der Synchronisation zuerst geprüft werden.

6.14.7.4. Was ist zu tun, wenn für eine Datenklasse ein Fehler angezeigt wird?

Öffnen Sie das betroffene Gerät unter Import / Export > Synchronisation Gerät und prüfen Sie die Detailansicht:

Das ist der vorgesehene Wiederherstellungsweg, wenn das Zielsystem die blockierte Datenklasse bereits erkannt hat und die Quelldateien noch vorhanden sind.

6.14.7.5. Was ist zu tun, wenn die Warteschlange auf dem Zielsystem nicht kleiner wird?

Wenn die Synchronisationsseite über längere Zeit viele wartende Dateien zeigt, importiert das Zielsystem langsamer, als neue Dateien ankommen. In diesem Fall:

  1. Prüfen Sie, ob die Warnung zu zu vielen Dateien in der Warteschlange dauerhaft sichtbar bleibt.

  2. Prüfen Sie das Syslog auf wiederkehrende Importfehler.

  3. Prüfen Sie, ob Speicherplatz, Datenbankleistung oder Administrationsgrenzen den Upload bremsen.

  4. Lassen Sie bei Bedarf durch einen Administrator die Einstellung maxParallelUploads prüfen.

6.14.7.6. Was ist zu tun, wenn Dateien auf dem Datenträger liegen, aber trotzdem nicht importiert werden?

Das Zielsystem durchsucht das Importverzeichnis periodisch nach neuen Geräte-Datenklassen-Kombinationen und prüft dann fortlaufend die nächste erwartete Datei. Deshalb sind folgende Punkte wichtig:

6.14.7.7. Wie erkenne ich automatisch synchronisierte Geräte?

Geräte, die durch den Synchronisationsimport automatisch angelegt wurden, erhalten den Tag syncimport. Dadurch lässt sich bei der Fehlersuche leichter erkennen, welche Geräte aus der Synchronisation stammen.


6.15. Reports und Druck

Alle Reports, die von Benutzern als PDF erzeugt werden, sind im Bereich "Import / Export >> Druck" zu finden. Hier können Sie die Reports einsehen, herunterladen und verwalten.

Dort zu finden sind Reports, die über folgende Funktionen erzeugt wurden:

Die PDF-Dateien werden auf dem Server im Verzeichnis abgelegt, das im Backend der WebPQ angegeben wurde. Auf dem Client werden die Reports in einer Tabelle dargestellt, die folgende Informationen enthält:

TitelTypZeitpunktAktionen
Name des ReportsTyp des Reports (z.B. Automationsaufgabe)Zeitpunkt der Erstellung des ReportsDownload des Reports
Druck

Mit dem Download des Reports #1 hat der Benutzer die Möglichkeit, das PDF vom Server herunterzuladen und lokal zu speichern.

Mit #2 kann der Benutzer mehrere Reports auswählen. Über #3 kann der Benutzer entweder mehrere Reports parallel herunterladen oder über #4 mehrere Reports löschen.


6.16. Synchronisationsstatus

Messgeräte, die kontinuierlich von der Datenbanksoftware automatisch ausgelesen werden, werden im Bereich "Import / Export" unter "Synchronisation Gerät" angezeigt.

Dort wird der exakte Status der Synchronisation angezeigt.

Die Seite zeigt folgende Informationen an, die durch Klick auf #1 auf ein Messgeräte mit Details erweitert werden können. Über #2 kann zudem eine hierarchische Darstellung gewählt werden. In der Tabelle selbst sind folgende Informationen enthalten:

GerätenameRegelmäßige SynchronisationAktivAktueller Fehlerstatus
Name des Gerätes inklusive der Anzeige der TagsGibt an, ob das Gerät in den Einstellungen für die regelmäßige Synchronisation aktiviert wurdeGibt den aktuellen Status anGibt den aktuellen Fehlerstatus an

Druck

6.16.1. Detail des Synchronisationsstatus

6.16.1.1. Gerätesynchronisation

Die Gerätesynchronisation zeigt den Downloadstatus vom Gerät zum Server an. Neben dem aktuellen Stand der Synchronisation, wie z.B. "Inaktiv", werden auch die folgende Informationen angezeigt:

Falls beispielsweise ein Verbindungsproblem zum Messgerät besteht, wird dieser Fehler unter "Geräte-Synchronisation Fehler" angezeigt.

6.16.1.2. Datenbanksynchronisation

Die Datenbanksynchronisation zeigt den Uploadstatus von der WebPQ-Instanz in die Datenbank an. Hier werden die einzelnen Datenklassen aufgelistet und die Dateien, die zuletzt in die Datenbank geladen wurden, angegeben. Im Bereich "Endzeitpunkt für die aktuellste Datei" wird der Zeitpunkt angezeigt, der in der zuletzt geladenen Datei als letzter Messpunkt angegeben war.

Zudem hat man die Möglichkeit, Datenklassen selektiv zu kontrollieren, um zu sehen, welche Daten zuletzt in die Datenbank geladen wurden.

Druck

Wenn der Benutzer die Einstellungen für eine Messstelle ändern möchte, kann er direkt durch einen Klick auf Einstellungen #1 in die Parametrierung der Messstelle wechseln. Mit #3 kann außerdem das Logging erweitert werden, um mehr Informationen zu erhalten. Diese Funktion wird teilweise im Bereich des Supports nach Aufforderung genutzt.


6.17. Administration

6.17.1. Geräte

6.17.1.1. Übersicht und Allgemeines

Über die Geräteverwaltung können Geräte eingesehen, hinzugefügt, verwaltet und gelöscht werden.

Die Oberfläche gliedert sich in drei Teilbereiche:

  1. Geräte hinzufügen und löschen

  2. Tabellarische und hierarchische Darstellung aller vorhandenen Geräte

  3. Detaillierte Geräteansicht, die nach einem Klick auf ein Gerät unter #5 angezeigt wird

Geräte Einstellungen

Alle Funktionen erfordern die Berechtigung „Anlegen und Löschen von Geräten“,
welche im Rechtemanagement auf Usergruppenebene konfiguriert wird

Zusätzliche Funktionen

Betrieb mit WinPQ im Parallelmodus

Wenn die Software WebPQ zusammen mit der WinPQ-Software betrieben wird, werden nach der Installation automatisch die folgenden Messgeräte aus der WinPQ in die WebPQ übernommen. Alle 60 Sekunden erfolgt ein automatisierter Abgleich im Hintergrund. Diese Geräte werden dann der Benutzergruppe root_default_users, root_default_operators, root_default_administrators und dem Root-Mandanten hinzugefügt.

Für diese Messgeräte dient die WebPQ als reine Visualisierungslösung, die auf den in der WinPQ über den Prozess PQ-Manager ausgelesenen und gespeicherten Messdaten basiert.

Für die Gerätegenerationen PQI-LV, PQI-DA smart sowie PQI-DE, die im parallelen Betrieb mit der WinPQ verwendet werden, ist der Vorgang zur Übernahme der Kommunikationsschicht von der WinPQ zur WebPQ teilweise automatisiert. Dies kann über den Button +Übernahme aus WinPQ erfolgen.


6.17.1.2. Detailfenster

Wenn das Detailfenster durch einen Klick auf ein oder mehrere selektierte Geräte im Auswahlfeld geöffnet wird, erscheinen die detaillierten Einstellungen der Geräte.

Generelle

Generell #1
Im Bereich Generell lassen sich die wichtigsten Parameter wie IP-Adresse, Zeitzone des Geräts sowie die Zuordnung von Tags und Normvorlagen zur Messstelle konfigurieren.

Verbindung #2
Unter Verbindung können neben der IP-Adresse vor allem die Einstellungen für den automatischen Ausleseprozess der Datenklassen vorgenommen sowie deren Aktivierung und Deaktivierung verwaltet werden.
Wenn mehrere Geräte parallel über den Gerätebaum selektiert wurden, ermöglicht die tabellarische und durchsuchbare Darstellung eine schnelle Parametrierung und den Vergleich vieler Geräte.

Parameter #3
Im Bereich Parameter lassen sich die Messgeräteparameter individuell einstellen. Dadurch können die Messgeräte direkt über die Web-Oberfläche zentral parametriert werden.
Sämtliche Parameter werden in der Datenbank historisiert. Über verschiedene Parameter-Editoren besteht die Möglichkeit, Parametervorlagen auf Geräte anzuwenden, Einzelparameter zu bearbeiten sowie Parameter zu importieren und zu exportieren – entweder direkt auf das Messgerät oder in das lokale Dateisystem.

Service #4
Unter Service sind alle für den Geräteservice notwendigen Funktionen zusammengefasst. Dazu gehören unter anderem:

Rechte #5
Im Bereich Rechte können die effektiven Berechtigungen der Benutzer für die jeweiligen Geräte über das Rechtemanagement und die Gruppenrichtlinien eingesehen werden.

NeQual #6
Falls lizenziert, können im Bereich NeQual die Einstellungen für den NEQUAL-Export einmalig pro Messstelle konfiguriert werden.


6.17.1.2.1. Gerät / Generell
Generell

6.17.1.2.2. Gerät / Verbindung
Verbindung

6.17.1.2.3. Gerät / Parameter
Parameter
Parameter Container



6.17.1.2.4. Geräte / Service
Service

6.17.1.2.5. Gerät / Rechte
Rechte

In dieser tabellarischen Anzeige werden alle Benutzer mit Rechten auf dem Gerät angezeigt – inklusive:

Die Einstellungen zu Benutzerrechten auf Geräten erfolgen über:


6.17.1.2.6. Gerät / NeQual
Nequal

Wenn eine NeQual-Lizenz vorhanden ist, müssen für den Export allgemeine Einstellungen pro Messstelle vorgenommen werden.


6.17.2. Flottenmanagement

Über das Flottenmanagement können viele Geräte parallel verwaltet werden.
Voraussetzung hierfür ist mindestens WebPQ Professional mit der Zusatzlizenz „Fleet Management“ oder WebPQ Enterprise, in der diese Funktion standardmäßig enthalten ist.

Diese Funktion erleichtert die Verwaltung vieler Messgeräte erheblich und ermöglicht eine effizientere Nutzung der Arbeitszeit. Besonders im Bereich Patchmanagement und Sicherheitsupdates bietet das Flottenmanagement große Vorteile.

Flottenmanagement

6.17.2.1. Zugang und Berechtigungen

Das Flottenmanagement ist unter „Einstellungen > Flottenmanagement“ zu finden.
Für die Nutzung ist die Berechtigung „Geräteverwaltung“ erforderlich.

6.17.2.2. Funktionen des Flottenmanagements

Es stehen drei zentrale Funktionen zur Verfügung:

  1. Download der aktuellen Parameterdatei

  2. Übertragung einer vorhandenen Power-Quality-Norm-Vorlage auf mehrere Geräte

  3. Firmware-Update für mehrere Geräte gleichzeitig

  4. Versenden von einzelnen Parametern an viele Geräte

Der Nutzer wird für die ersten drei Funktionen durch einen Assistenten geführt, der alle erforderlichen Schritte erleichtert.
Am Ende wird der Auftrag an den Server übergeben, der ihn – abhängig von der gewählten Geräteauswahl – im Hintergrund ausführt.

Ein Logout führt nicht zum Abbruch des Jobs!

Jeder Auftrag erhält einen eindeutigen Namen, der anschließend in einer übersichtlichen Tabelle mit dem jeweiligen Status angezeigt wird.

Für die vierte Variante – „Versenden einzelner Parameter an viele Geräte“ – erfolgt der Zugang über ein Gerät mittels der Export-Funktion.
Detaillierte Informationen hierzu sind unter Geräte >> Parametrierung zu finden.

Flottenmanagement Status

6.17.2.3. Auftragsverwaltung und Fehlerbehandlung

Flottenmanagement Status

6.17.3. Zugriffskonzept über Rollen und Rechte

Der Zugriff wird nach Benutzern, Geräten, Mandanten, Gerätegruppen und Berechtigungen geregelt. Benutzer, Geräte und Gerätegruppen sind "Eigentum" eines Mandanten. Außerdem kann jeder Benutzer über Berechtigungen für bestimmte Geräte verfügen. Sie können nur mit Objekten interagieren, die Ihrem Mandanten gehören und für die Sie die erforderlichen Berechtigungen haben.

Ab der Version WebP V2.1 wird die Anwendung WebPQ zudem über eine LDAP Schnittstelle verfügen, die es ermöglicht, Benutzer aus einem LDAP-Verzeichnis (z.B. Microsoft Active Directory) für die Anmeldung in der WebPQ zu verwenden. Dadurch können Sie die Benutzerverwaltung zentralisieren und die Sicherheit erhöhen. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Kapitel LDAP Integration.

6.17.3.1. Berechtigungen

Jeder Datenzugriff auf Benutzer, Geräte oder Mandanten erfordert eine Berechtigung. Ein Beispiel: Um die Messwerte eines Geräts zu lesen, muss dem Benutzer und dem Gerät die Berechtigung "Messwerte lesen" erteilt werden.

Eine Berechtigung kann für alle Objekte innerhalb eines Mandanten oder nur für ein einzelnes Gerät gültig sein. Zur Unterscheidung zwischen diesen beiden Arten von Berechtigungen nennen wir sie Mandanten-Berechtigungen bzw. Geräteberechtigungen.

Berechtigungen für Mandanten

Berechtigungen für Geräte

Zustände des Rechtes

Manchmal reicht es nicht aus, nur eine Erlaubnis zu erteilen. Wenn Sie Ihrem Kollegen eine Berechtigung erteilen wollen, müssen Sie auch berechtigt sein, diese Berechtigung jemand anderem zu erteilen. In diesem Fall muss sich die Berechtigung im Status "kann erteilen" oder "voll erteilt" befinden.

Die vier Zustände, in denen sich die Berechtigung eines Benutzers befinden kann, sind wie folgt:

Geräteberechtigungen werden in einem dreistufigen Modell erteilt:

Alle Berechtigungen wirken positiv. Das heißt, wenn einem Benutzer eine Berechtigung auf einem Gerät durch eine Benutzergruppe oder direkt erteilt wird, kann diese Berechtigung nicht durch eine andere Benutzergruppe widerrufen werden.


6.17.3.2. Benutzerverwaltung

6.17.3.2.1. Benutzer hinzufügen

Diese Funktion erfordert die Berechtigung "Benutzer erstellen".

6.17.3.2.2. Eigenschaften eines Benutzers ändern

Diese Funktion erfordert die Berechtigung "Benutzer-Metadaten ändern".

6.17.3.2.3. Löschen eines Benutzers

Für diese Funktion benötigen Sie die Berechtigung "Benutzer erstellen und löschen".


6.17.3.3. Benutzergruppen

Benutzergruppen dienen zur einfachen Administration von vielen Geräten. Die Software WebPQ hat drei Standardbenutzergruppen:

6.17.3.3.1. Benutzergruppe einrichten

Um diese Funktion zu verwenden, benötigen Sie die Berechtigung zum Ändern von Berechtigungen auf einem beliebigen Mandanten-Gerät in Ihrem Mandanten.


6.17.3.4. Mandanten (Tenants)

Lizenzpflichtige Funktion

Mandanten werden verwendet, um Ressourcen (Benutzer, Geräte) durch administrative Rechte und Datenspeicherung voneinander zu isolieren. Auch werden in den Mandanteneinstellungen die globaeln Einstellungen für die Mandantenverwaltung festgelegt. Diese Einstellungen sind:

6.17.3.4.1. Einen neuen Mandanten anlegen

Diese Funktion erfordert die Berechtigung zum Anlegen und Löschen von Untermandanten.

6.17.3.4.2. Löschen eines Mandanten

Diese Funktion erfordert die Berechtigung zum Erstellen und Löschen von Untermandanten.

Es können nur Mandanten gelöscht werden, denen keine Benutzer und keine Geräte zugewiesen sind.

6.17.3.4.3. Passwortrichtlinien

Diese Funktion erfordert die Berechtigung zum Ändern von Mandanten-Einstellungen.

Hinweis zu den Standard-Passwortrichtlinien

Wenn die Passwortrichtlinien für einen Mandanten deaktiviert sind, gelten automatisch die Standard-Passwortrichtlinien.
Diese Standardwerte sind wie folgt hinterlegt:

6.17.3.4.4. Email Einstellungen

Diese Funktion erfordert die Berechtigung zum Ändern von Mandanten-Einstellungen.

Über die Funktion Test Email können Sie eine Testmail an die angegebene Adresse senden.

6.17.3.4.5. Report Einstellungen

Diese Funktion erfordert die Berechtigung zum Ändern von Mandanten-Einstellungen.

hier werden die Logos für die Reports global für den Mandanten festgelegt


6.17.4. LDAP Integration

Hinweis : Diese Funktion ist ab der Version WebP V2.1 nur in der Enterprise Edition verfügbar.

Die LDAP-Integration ermöglicht es, Benutzer aus einem LDAP-Verzeichnis (z.B. Microsoft Active Directory) für die Anmeldung in der WebPQ zu verwenden. Dadurch können Sie die Benutzerverwaltung zentralisieren, sowie das Management für die Benutzer vereinfachen.

6.17.4.1. Funktionsweise der LDAP Integration

Nach der Aktivierung der LDAP-Integration können sich Benutzer mit ihren LDAP-Anmeldeinformationen (Benutzername und Passwort) direkt bei WebPQ anmelden. Die Authentifizierung erfolgt dabei über den angebundenen LDAP-Server. Beim erstmaligen Login werden die Benutzer automatisch der WebPQ-Gruppe root_default_users zugeordnet.

Jeder LDAP-Benutzer wird als eigene Unit gezählt und fließt somit in die Lizenzberechnung ein – die Lizenzierung erfolgt für LDAP-Benutzer identisch wie für reguläre Benutzer.

Hinweis: Eine automatische Synchronisation von LDAP-Gruppen wird derzeit nicht unterstützt. Alle LDAP-Benutzer werden ausschließlich der Gruppe root_default_users hinzugefügt. Die Vergabe von Berechtigungen für LDAP-Benutzer muss einmalig manuell über die Gruppen in der WebPQ Anwendung erfolgen, da der LDAP-Server keine applikationsspezifischen Berechtigungen verwalten kann.

6.17.4.2. LDAP Konfiguration

Die LDAP-Integration wird im WebPQ Backend unter Einstellungen > LDAP konfiguriert. Hier können Sie die folgenden Einstellungen vornehmen:

Basis Einstellungen

LDAP Search Einstellungen:

Hinweis : Manche LDAP Server haben Case Sensitive Attribute Namen. z.b. cn und CN kann unterschiedlich behandelt werden. Bitte achten Sie darauf, dass die Attribute genau so geschrieben werden, wie sie im LDAP Server hinterlegt sind.

User Properties mapping:

Verwenden Sie die unten stehende Test-Funktion, um alle vorhandenen LDAP-Properties ihres LDAP-Servers zu sehen.

Mit Verbindung testen können Sie die Verbindung zum LDAP-Server testen und überprüfen, ob die Konfiguration korrekt ist. Mit Speichern werden die Einstellungen übernommen

Test Username (testing only): Geben Sie einen Benutzernamen ein, um die LDAP-Suche zu testen.

Test Result: Zeigt die Ergebnisse der LDAP-Suche für alle Parameter an. Wenn der Benutzer gefunden wird, werden die zugeordneten Attribute angezeigt.

LDAP Test Screenshot

6.17.5. OAuth Integration

Hinweis: Diese Funktion ist ab der Version WebPQ V2.1 nur in der Enterprise Edition verfügbar.

Die OAuth-Integration ermöglicht es, einen externen OAuth 2.0 / OpenID Connect Anbieter (z.B. Microsoft Entra ID, Keycloak, Okta) für die Benutzerauthentifizierung in WebPQ zu verwenden. Dadurch wird Single Sign-On (SSO) ermöglicht und die Identitätsverwaltung mit Ihrem bestehenden Identity Provider zentralisiert.

Wenn OAuth aktiviert ist, wird auf der Anmeldeseite eine zusätzliche Schaltfläche angezeigt, über die sich Benutzer über den konfigurierten OAuth-Anbieter authentifizieren können:

Login mit OAuth

6.17.5.1. Funktionsweise der OAuth Integration

Nach der Aktivierung der OAuth-Integration können sich Benutzer über die OAuth-Schaltfläche auf der Anmeldeseite bei WebPQ anmelden. Sie werden zur Authentifizierung an den konfigurierten OAuth-Anbieter weitergeleitet. Nach erfolgreicher Authentifizierung werden die Benutzer zurück zu WebPQ geleitet und automatisch angemeldet.

Wenn autoRedirect aktiviert ist, leitet WebPQ Benutzer beim Öffnen der Anmeldeseite automatisch zum OAuth-Anbieter weiter. Die normale Login-Seite erscheint dann nur noch wieder, wenn WebPQ eine OAuth-Fehlermeldung anzeigen muss oder nach einem expliziten Logout.

Beim erstmaligen Login werden OAuth-Benutzer automatisch in WebPQ angelegt und der Gruppe root_default_users zugeordnet. Jeder OAuth-Benutzer wird als eigene Unit gezählt und fließt somit in die Lizenzberechnung ein – die Lizenzierung erfolgt für OAuth-Benutzer identisch wie für reguläre Benutzer.

Bei späteren Anmeldungen vergleicht WebPQ die vom OAuth-Anbieter gelieferten Benutzerdaten mit dem lokal gespeicherten OAuth-Benutzer und aktualisiert Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse, wenn sich diese Daten beim Anbieter geändert haben.

Hinweis: Eine automatische Synchronisation von Gruppen aus dem OAuth-Anbieter wird derzeit nicht unterstützt. Alle OAuth-Benutzer werden ausschließlich der Gruppe root_default_users hinzugefügt. Die Vergabe von Berechtigungen für OAuth-Benutzer muss einmalig manuell über die Gruppen in der WebPQ-Anwendung erfolgen.

Falls bereits ein lokaler Nicht-OAuth-Benutzer mit demselben Benutzernamen existiert, wird der OAuth-Login abgewiesen. Dasselbe gilt, wenn zu einem bereits bekannten OAuth-Benutzer plötzlich eine andere externe ID geliefert wird als bei früheren Logins.

Wenn WebPQ so konfiguriert ist, dass die aktuelle Datenschutzerklärung bestätigt werden muss, gelangt der Benutzer nach dem OAuth-Login zwar in den normalen Startablauf der Anwendung, die Anwendung bleibt jedoch durch einen Einwilligungsdialog blockiert, bis die Datenschutzerklärung akzeptiert wird. Lehnt der Benutzer ab, meldet WebPQ ihn wieder ab.

6.17.5.2. OAuth Konfiguration

Im Gegensatz zu LDAP wird die OAuth-Integration nicht über die WebPQ-Benutzeroberfläche konfiguriert. Stattdessen muss die Konfiguration durch manuelles Bearbeiten der Datei settings.json erfolgen.

Wo befindet sich die settings.json Datei:

Der Speicherort der Datei settings.json hängt von Ihrer Installation ab. Den Pfad finden Sie im administrativen Backend von WebPQ unter Sonstiges (siehe Installation - Teil 6). Typische Speicherorte sind:

Um OAuth zu aktivieren, fügen Sie den Abschnitt oauth in der Datei settings.json hinzu oder ändern Sie ihn. Nach Änderungen muss der WebPQ-Dienst neu gestartet werden, damit die neue Konfiguration wirksam wird.

Beispielkonfiguration:

{
    "oauth": {
        "clientId": "your-client-id",
        "clientSecret": "your-client-secret",
        "scope": "openid profile email",
        "discoveryUrl": "https://your-provider.com/.well-known/openid-configuration"
    }
}

6.17.5.3. OAuth Einstellungen im Detail

Die folgenden Einstellungen sind im Abschnitt oauth der settings.json verfügbar:

Pflichteinstellungen

Server-Erkennung

Sie müssen entweder eine discoveryUrl oder die Eigenschaft server konfigurieren, aber nicht beides.

Benutzerfeld-Zuordnung

Diese Einstellungen steuern, wie Benutzerinformationen vom OAuth-Anbieter auf WebPQ-Benutzereigenschaften abgebildet werden. Die Werte beziehen sich auf Feldnamen in der Antwort des Userinfo-Endpoints des OAuth-Anbieters.

Tipp: Wenn Sie unsicher sind, welche Felder Ihr OAuth-Anbieter zurückgibt, aktivieren Sie die Option debug (siehe Erweiterte Einstellungen weiter unten). Dadurch wird die vollständige Userinfo-Antwort des OAuth-Servers in das Authentifizierungs-Log geschrieben, einschließlich aller verfügbaren Felder und deren Werte, sodass Sie die korrekten Feldnamen für die obige Zuordnung leicht ermitteln können. Suchen Sie im Log nach der Zeile mit dem Präfix [OAUTH Debug] Retrieved user info: um die relevante Meldung zu finden.

Verhaltenseinstellungen

Erweiterte Einstellungen

6.17.5.4. Speicherort der Debug-Logs

Die Authentifizierungs-Log-Meldungen befinden sich im Logs-Ordner unter %PROGRAMDATA%\aeberle\logs\. Wenn die Audit-Log-Funktion aktiviert wurde, befinden sich die Log-Meldungen im Unterordner audit. Andernfalls werden sie in die Haupt-Log-Datei geschrieben, wo sie mit dem Präfix auth-logger versehen sind.

Beispiel-Log-Meldungen:

[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:02:58.987Z][INFO] [OAUTH Debug] Starting OAuth authentication flow
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:02:59.113Z][INFO] [OAUTH Debug] Parsed OAuth server configuration: {
  "token_endpoint": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/token",
  "token_endpoint_auth_methods_supported": [
    "client_secret_post",
    "private_key_jwt",
    "client_secret_basic",
    "self_signed_tls_client_auth"
  ],
  "jwks_uri": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/discovery/v2.0/keys",
  "response_modes_supported": [
    "query",
    "fragment",
    "form_post"
  ],
  "subject_types_supported": [
    "pairwise"
  ],
  "id_token_signing_alg_values_supported": [
    "RS256"
  ],
  "response_types_supported": [
    "code",
    "id_token",
    "code id_token",
    "id_token token"
  ],
  "scopes_supported": [
    "openid",
    "profile",
    "email",
    "offline_access"
  ],
  "issuer": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/v2.0",
  "request_uri_parameter_supported": false,
  "userinfo_endpoint": "https://graph.microsoft.com/oidc/userinfo",
  "authorization_endpoint": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/authorize",
  "device_authorization_endpoint": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/devicecode",
  "http_logout_supported": true,
  "frontchannel_logout_supported": true,
  "end_session_endpoint": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/logout",
  "claims_supported": [
    "sub",
    "iss",
    "cloud_instance_name",
    "cloud_instance_host_name",
    "cloud_graph_host_name",
    "msgraph_host",
    "aud",
    "exp",
    "iat",
    "auth_time",
    "acr",
    "nonce",
    "preferred_username",
    "name",
    "tid",
    "ver",
    "at_hash",
    "c_hash",
    "email"
  ],
  "kerberos_endpoint": "https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/kerberos",
  "mtls_endpoint_aliases": {
    "token_endpoint": "https://mtlsauth.microsoft.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/token"
  },
  "tls_client_certificate_bound_access_tokens": true,
  "tenant_region_scope": "EU",
  "cloud_instance_name": "microsoftonline.com",
  "cloud_graph_host_name": "graph.windows.net",
  "msgraph_host": "graph.microsoft.com",
  "rbac_url": "https://pas.windows.net"
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:02:59.115Z][INFO] [OAUTH Debug] Using OAuth parameters: {
  "redirect_uri": "https://my-webpq.example.com/authenticate/oauth/callback",
  "scope": "openid profile email",
  "code_challenge": "...",
  "code_challenge_method": "S256",
  "state": "..."
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:02:59.122Z][INFO] [OAUTH Debug] Redirecting user to URL: https://login.microsoftonline.com/12345678-1234-1234-1234-123456789012/oauth2/v2.0/authorize?redirect_uri=https%3A%2F%2Fmy-webpq.example.com%2Fauthenticate%2Foauth%2Fcallback&scope=openid+profile+email&code_challenge=...&code_challenge_method=S256&state=...&client_id=...&response_type=code
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:02:59.122Z][INFO] [OAUTH Debug] Saving OAuth session data to cookie: {
  "codeVerifier": "...",
  "state": "...",
  "redirectPath": "https://my-webpq.example.com/"
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:09.869Z][INFO] [OAUTH Debug] Starting OAuth callback
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:09.870Z][INFO] [OAUTH Debug] Parsed OAuth session data from cookie: {
  "codeVerifier": "...",
  "state": "...",
  "redirectPath": "https://my-webpq.example.com/"
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:09.870Z][INFO] [OAUTH Debug] Using callback URL to parsed OAuth information: https://my-webpq.example.com/authenticate/oauth/callback?code=...&session_state=...
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.117Z][INFO] [OAUTH Debug] Retrieved tokens: {
  "token_type": "bearer",
  "scope": "email openid profile",
  "expires_in": 3941,
  "ext_expires_in": 3941,
  "access_token": "...",
  "id_token": "..."
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.346Z][INFO] [OAUTH Debug] Retrieved user info: {
  "sub": "...",
  "name": "...",
  "family_name": "...",
  "given_name": "...",
  "email": "...",
  "picture": "https://graph.microsoft.com/v1.0/me/photo/$value"
}
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.347Z][INFO] [OAUTH Debug] User ... already exists in local storage, checking external source...
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.349Z][INFO] [OAUTH Debug] User details changed for ..., updating...
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.369Z][INFO] [OAUTH Debug] Authenticated with username: ...
[master-data-auth-logger][2026-03-25T22:03:10.372Z][INFO] [OAUTH Debug] Redirecting user to URL: /?oauth-redirect=https%3A%2F%2Fmy-webpq.example.com%2F&oauth-success=1
[master-data-auth-logger-USER][2026-03-25T22:03:11.169Z][INFO] <13>1 2026-03-25T22:03:11.169Z localhost - - 100 - [IP: ...]: User ... logged in successfully

6.17.5.5. Vollständiges Konfigurationsbeispiel

Nachfolgend ein vollständiges Beispiel für die Konfiguration mit Microsoft Entra ID (ehemals Azure AD) mit Discovery.

Hinweis: Ersetzen Sie {tenant-id} durch Ihre tatsächliche Microsoft Entra ID (Azure AD) Mandanten-ID.

{
    "oauth": {
        "clientId": "your-client-id-here",
        "clientSecret": "your-client-secret-here",
        "scope": "openid profile email",
        "discoveryUrl": "https://login.microsoftonline.com/{tenant-id}/v2.0/.well-known/openid-configuration",
        "debug": false
    }
}

6.17.5.6. Fehlerbehebung


6.17.6. Geräte Tagging

6.17.6.1. Tagging-Konzept in WebPQ

Um den Benutzern eine flexible Möglichkeit zur Organisation und Klassifikation von Geräten zu bieten, verfügt die Software WebPQ über ein universelles Tagging-System.

Das Konzept umfasst die folgenden Kernkomponenten:

Jedes Tag kann einer Kategorie zugeordnet werden, und jedes Gerät kann wiederum ein oder mehrere Tags erhalten.

6.17.6.1.1. Systemtags und Systemkategorien

Systemtags und Systemkategorien sind abhängig vom angebundenen Gerät. Ein Beispiel ist die Systemkategorie Firmware, die speziell für Messgeräte verwendet wird. Jedes Messgerät hat einen Systemtag, in dem die Firmware-Version automatisch eingetragen wird – entweder beim ersten Kontakt mit dem Gerät oder nach der Anbindung.

6.17.6.1.2. Tagging-Einstellungen

Die Einstellungen zum Tagging und Kategorien erfordern die Berechtigung Ändern von Geräte-Metadaten und befinden sich im Menü Einstellungen >> Geräte-Tagging.

Tagging
6.17.6.1.3. Hinzufügen einer neuen Kategorie
  1. Klicke auf "+ Neue Kategorie anlegen".

  2. Gib einen Namen für die neue Kategorie ein, z. B. "Spannungsebene".

  3. Trage eine eindeutige Beschreibung ein, z. B. "Kategorie zur Festlegung der Spannungsebene".

  4. Wähle den Mandanten, für den die Kategorie verfügbar sein soll, z. B. "root".

  5. Weise der Kategorie eine Farbe zu, z. B. "Schwarz".

6.17.6.2. Festlegen einer standardisierten Hierarchisierung der Kategorien – systemweit

Im Bereich der Kategorien kann der Benutzer unter #1 die systemweite Reihenfolge der hierarchischen Auflistung festlegen.

Kategorien

Vorgehensweise:

  1. In das Feld #1 klicken → Alle verfügbaren Kategorien werden eingeblendet.

  2. Die gewünschte Kategorie im Dialogfeld eingeben.

  3. Die gewünschte Kategorie auswählen.

  4. Nicht benötigte Kategorien gegebenenfalls entfernen.

Beispiel:

Hierarchie

Mit diesen Einstellungen würden sämtliche Auswahldialoge in der folgenden Reihenfolge sortiert:

  1. Nennspannung

  2. Gerätename

  3. Zugehörige Slaves im Modbus-Master-Betrieb

Diese standardisierte Hierarchisierung sorgt für eine einheitliche und logische Sortierung in der gesamten Anwendung.

6.17.6.2.1. Hinzufügen eines neuen Tags

Um einen neuen Tag hinzuzufügen, sind folgende Schritte auszuführen:

  1. Auf "# Neuen Tag anlegen" klicken.

  2. Einen Namen für das neue Tag eingeben, zum Beispiel "11kV".

  3. Eine eindeutige Beschreibung eintragen, wie zum Beispiel "Alle Geräte mit Nennspannung 11kV".

  4. Den Mandanten auswählen, für den das Tag verfügbar sein soll, zum Beispiel "root".

  5. Dem Tag eine Kategorie zuweisen, wie zum Beispiel "Spannungsebene".

  6. Dem Tag eine Farbe zuweisen, zum Beispiel "Schwarz".

Nach dem Erstellen des Tags kann es in der Tabelle gefunden und durch Klicken darauf die zugehörigen Geräte zugewiesen werden. Dies ermöglicht eine effiziente Verwaltung und Klassifikation der Geräte basierend auf den definierten Tags.

Tagging-System

6.17.7. Lizenzmanagement

Die Seite Lizenz Management zeigt die aktuell im System hinterlegte WebPQ-Lizenz und ist die zentrale Stelle zum Austauschen oder Reaktivieren der Lizenz.

Die Seite ist in erster Linie fuer Administratoren mit Berechtigung zur Lizenzverwaltung relevant. Normale Benutzer sehen zwar die Auswirkungen einer fehlenden oder inaktiven Lizenz, koennen die notwendigen Schritte aber nicht selbst abschliessen.

6.17.7.1. Lizenzdatei

WebPQ verwendet eine signierte JSON-Lizenzdatei, die ueber den Lizenzprozess von A. Eberle bereitgestellt wird.

Der Dateiname enthaelt typischerweise das Produkt, Auftragsinformationen und einen Zeitstempel. Diese Datei sollte sicher aufbewahrt werden, da sie bei Updates, Verlaengerungen oder Supportfaellen erneut benoetigt wird.

Beispiel:

License-WebPQ Basic-2025-12-10T11_40_43.408Z.json

6.17.7.2. Lizenz hochladen oder ersetzen

Im Bereich Lizenz Management kann ueber + Lizenz hinzufuegen eine neue JSON-Lizenzdatei geladen werden.

Vorgehensweise:

  1. Ueber Durchsuchen die neue JSON-Lizenzdatei auswaehlen.

  2. Den angezeigten Lizenzinhalt bestaetigen.

  3. Die Lizenz in WebPQ speichern.

Wenn die neue Lizenz zu einer anderen Lizenz-ID gehoert als die im System bereits gespeicherte Aktivierung, zeigt WebPQ vor dem Austausch einen Warnhinweis an. Dieser Hinweis bedeutet, dass das System fuer diese neue Lizenz erneut aktiviert werden muss.

Wird eine Lizenz aktualisiert, behaelt aber dieselbe Lizenz-ID, kann die vorhandene Aktivierung erhalten bleiben.

6.17.7.3. Aktivierungsablauf

Seit WebPQ 2.1 muss die Installation zusaetzlich zur Lizenzdatei auch aktiviert werden.

Die Aktivierung ist an die Hardware gebunden:

  1. WebPQ erzeugt eine LicenseActivationRequest.json fuer den aktuellen Host.

  2. Diese Anfrage wird im Aktivierungsportal unter https://activate-license.powerquality.cloud hochgeladen oder eingefuegt.

  3. Das Portal liefert einen Aktivierungs-Token oder eine Aktivierungsdatei zurueck.

  4. Dieser Aktivierungs-Token wird in WebPQ eingefuegt oder die Aktivierungsdatei dort importiert.

Die Aktivierungsanfrage kann in WebPQ direkt in die Zwischenablage kopiert oder als Datei gespeichert werden.

Wenn die aktuell gespeicherte Aktivierung nicht mehr zur Hardware des Hosts passt, meldet WebPQ einen Hardware-Konflikt und verlangt eine erneute Aktivierung.

6.17.7.4. Grace-Period und Benutzerverhalten

Nachdem eine Lizenz hinterlegt, aber noch nicht aktiviert wurde, gewaehrt WebPQ eine Frist von bis zu 30 Tagen.

6.17.7.5. Reaktivierung nach Host-Aenderungen

Die Aktivierung ist an den Hardware-Fingerprint des Hosts gebunden. Wenn der Host umgezogen, ersetzt oder relevant geaendert wird, ist die gespeicherte Aktivierung nicht mehr gueltig.

Dann ist wie folgt vorzugehen:

  1. In WebPQ eine neue Aktivierungsanfrage erzeugen.

  2. Diese ueber das Aktivierungsportal erneut aktivieren.

  3. Falls die bisherige Aktivierung noch auf die alte Hardware gebucht ist, den Support von A. Eberle kontaktieren, damit die Aktivierung zurueckgesetzt wird.

  4. Anschliessend den Aktivierungsprozess mit der zurueckgesetzten Lizenz wiederholen.

6.17.7.6. Gueltigkeitszeitraum und Update-Berechtigung

WebPQ unterscheidet zwischen:

Bei Standardlizenzen sind Updates im Regelfall 12 Monate ab Kauf abgedeckt. Wenn dieser Update-Zeitraum abgelaufen ist, kann die installierte Software weiterlaufen, WebPQ zeigt dann aber einen Warnhinweis an, dass Patches und Software-Erweiterungen nicht mehr durch die aktuelle Lizenz abgedeckt sind.

Administratoren koennen diesen Warnhinweis voruebergehend ausblenden. Nach einer laengeren Zeitspanne wird er erneut angezeigt.

Wenn danach eine neuere Version installiert werden soll, ist eine verlaengerte Lizenz oder ein erneuerter Wartungsvertrag erforderlich.

6.17.7.7. SaaS- und unendliche Lizenzen

Einige Produktvarianten, insbesondere SaaS-orientierte Lizenzen, koennen als unendliche Lizenz ausgegeben werden. In diesem Fall wird die Lizenz ohne kalendarisches Ablaufdatum gespeichert.

Fuer Benutzer bedeutet das:

6.17.7.8. Verhalten bei Updates

Wenn fuer ein Update eine erneuerte oder andere Lizenz benoetigt wird, sollte zunaechst die neue JSON-Lizenz geladen werden, entweder waehrend des Updateprozesses oder anschliessend in der Lizenzverwaltung.

Wenn die neue Lizenz eine andere Lizenz-ID als die bisherige besitzt, ist damit zu rechnen, dass WebPQ anschliessend eine erneute Aktivierung verlangt.

Der installationsseitige Aktivierungsablauf ist im Installationskapitel beschrieben.

6.17.7.9. Praktische Hinweise fuer Supportfaelle


6.17.8. Datenschutz

6.17.8.1. Übersicht und Allgemeines

In den Datenschutzeinstellungen besteht die Möglichkeit, unternehmensspezifische Datenschutzrichtlinien in der Software zu hinterlegen.

Die Software bietet mehrsprachige Vorlagen, um die genauen Umstände der Speicherung und Verarbeitung von Daten im System zu dokumentieren.

Einstellungen Übersicht

Benutzer können die Datenschutzrichtlinien direkt im Editor mehrsprachig bearbeiten und durch Speichern im System hinterlegen.

Nach der Speicherung wird die aktualisierte Datenschutzvereinbarung automatisch als Standard angewendet.
Sie ist sowohl im Login-Bereich als auch im Footer der Software einsehbar.


7. Knowledge Base / FAQ

7.1. Arbeiten mit dem Browser

7.1.1. Fehlerbehebung bei Verbindungsproblemen

Die Anwendung WebPQ lädt in der Regel eine große Menge an Daten, um eine umfassende und detaillierte Darstellung der Inhalte zu ermöglichen. Sollte es jedoch zu einem Fehler kommen, beispielsweise wenn die Verbindung zum Server unterbrochen wird, kann es passieren, dass der Browser keine weiteren Daten mehr nachladen kann. In einem solchen Fall kann es hilfreich sein, die Taste F5 oder die Tastenkombination STRG + R zu drücken. Dadurch wird die Webseite neu geladen und eine erneute Abfrage an den Server gesendet, sodass die Datenverbindung wiederhergestellt und die Inhalte erneut geladen werden können.

7.1.2. Empfohlene Einstellungen im Browser

7.1.2.1. Caching

Um einen reibungslosen Betrieb im Browser zu gewährleisten, sollten Cookies auf dem verwendeten PC erlaubt sein. Der Cache sollte zumindest für die Anwendung „WebPQ“ persistent gespeichert bleiben. Im „local storage“ speichert die Anwendung WebPQ Meta-Daten und kundenspezifische Einstellungen, wie die des „Analyse Cockpits“, lokal. Dies verhindert unnötige Datentransfers vom Server zum Client und ermöglicht schnelle Analysen. Werden die Cookies nach Verlassen des Browsers gelöscht, sind Einstellungen nicht persistent und müssen möglicherweise erneut vorgenommen werden. Um dies zu verhindern, empfehlen wir, Ausnahmeregeln im Browser für die Anwendung festzulegen.

Vorgehensweise (Beispiel anhand des Browsers „Firefox“):

  1. Öffnen der Einstellungen im Browser

  2. Wechsel in die Einstellungen „Datenschutz und Sicherheit“

Ist das Häkchen „Cookies und Website-Daten beim Beenden von Firefox löschen“ gesetzt, wird der „local storage“ beim Beenden des Browsers gelöscht und der oben genannte Fall kann eintreten. Es empfiehlt sich, eine Ausnahme für die Anwendung (Domain) hinzuzufügen.


7.2. Service / (Windows) Dienste der WebPQ

Der WebPQ-Service kann über die Kommandozeile mit der Erweiterung --console gestartet werden. Durch diese Option werden alle Logausgaben direkt in der Konsole angezeigt, anstatt in einer separaten Logdatei gespeichert zu werden. Dies kann besonders nützlich sein, um Fehler oder wichtige Systemmeldungen in Echtzeit zu überwachen und schnell auf Probleme zu reagieren. So können Administratoren oder Entwickler unmittelbar sehen, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen und gegebenenfalls direkt eingreifen.

7.3. Logfiles

Die Anwendung WebPQ protokolliert standardmäßig sämtliche Ereignisse der verschiedenen Prozesse in das im WebPQ-Backend angegebene Verzeichnis.

7.3.1. Speicherort der Logfiles

Im Standard ist das Log-Verzeichnis unter Windows hier zu finden:
C:\ProgramData\aeberle\webpq\logs

7.3.2. Arten von Logfiles

WebPQ unterscheidet folgende Log-Typen:

Diese Audit-Logs dienen der Nachvollziehbarkeit und Sicherheit, indem sie alle relevanten Änderungen und Aktivitäten im System dokumentieren.

7.3.3. Begrenzung der Logfile-Anzahl

Um die Anzahl der gespeicherten Logfiles zu begrenzen, kann im System eine maximale Speicherdauer in Tagen für das Logging festgelegt werden.

7.3.3.1. Konfiguration in der settings.json

Die Einstellungen zur Logfile-Aufbewahrungsdauer befinden sich in der Datei settings.json.
Standardmäßig werden Logfiles für 50 Tage gespeichert.

Der relevante Parameter zur Begrenzung lautet:

"pruneLogsAfterDays": 50

Der WebPQ Service muss für die Aktivierung am Server einmalig neu gestartet werden

7.3.4. Auslesen der Logfiles

Um auch am Client Zugriff auf die Logfiles zu erhalten, gibt es im Bereich "Syslog" die Möglichkeit, alle Logfiles aus dem System herunterzuladen.

Über den Button "Download Logfiles" können sämtliche Logfiles direkt aus dem System heruntergeladen werden. Zusätzlich kann über den Button "Download Audit Logfiles" ein spezielles Logfile mit userspezifischen Angaben heruntergeladen werden.

Die Verfügbarkeit des Buttons "Download Audit Logfiles" hängt von den Benutzerrechten ab. Je nach Berechtigung kann der Button ein- oder ausgeblendet sein.
Hinweis

7.3.4.1. Einbettung in ein IFrame

Standardmäßig sendet WebPQ zusätzliche HTTP-Sicherheitsheader, die eine Einbettung der Anwendung in ein fremdes IFrame verhindern. Dieses Verhalten ist die sichere Voreinstellung und schützt insbesondere vor Clickjacking.

Für Sonderfälle im On-Premise-Betrieb kann die Einbettung bei Bedarf über die settings.json abgestuft konfiguriert werden.

Der relevante Parameter lautet:

"allowEmbeddingInIframe": false | "same-origin" | true

Beispiel in der settings.json:

"http": {
  "httpAccessLogging": false,
  "allowEmbeddingInIframe": "same-origin"
}

Hinweise:

7.3.4.2. HTTP Strict Transport Security HSTS

WebPQ kann zusätzlich den Header Strict-Transport-Security senden. Damit wird dem Browser mitgeteilt, dass die Anwendung nach einem einmal empfangenen Header für längere Zeit weiter über HTTPS aufgerufen werden soll.

Der relevante Parameter lautet:

"strictTransportSecurity": true

Beispiel in der settings.json:

"reverseProxy": {
  "https": {
    "strictTransportSecurity": true
  }
},
"http": {
  "httpAccessLogging": false,
  "allowEmbeddingInIframe": false
}

Hinweise:


7.4. Datensicherung und Wiederherstellung

7.4.1. Backup-Möglichkeiten im Überblick

Für WebPQ gibt es in der Praxis drei sinnvolle Backup-Strategien. Welche Variante geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie einfach oder wie ausfallsicher die Installation ausgelegt werden soll.

7.4.1.1. Möglichkeit 1: Vollbackup der kompletten virtuellen Maschine

Diese Variante eignet sich besonders für einfache Installationen, bei denen die WebPQ-Anwendung auf Laufwerk C: und die Datenbank auf Laufwerk D: derselben virtuellen Maschine installiert sind.

Bei dieser Vorgehensweise wird die komplette virtuelle Maschine einschließlich aller eingebundenen Datenträger gesichert. Dadurch werden in einem Backup sowohl das Betriebssystem, die WebPQ-Installation, die Konfiguration, Benutzerdaten, Zertifikate und die Datenbank auf Laufwerk D: erfasst.

Vorteile:

Hinweise:

7.4.1.2. Möglichkeit 2: Backup der Maschine plus separates Datenbank-Backup

Diese Variante ist für viele Produktivsysteme die empfehlenswerte Standardlösung. Dabei wird einerseits die Maschine oder virtuelle Maschine gesichert und andererseits die Datenbank mit einem eigenen Datenbank-Backup-Konzept abgesichert. Hinweise zur Einordnung regulärer Datenbanksicherungen finden Sie auch im Update-Kapitel unter Datenbanksicherungen und Backup-Spiegel.

Der Vorteil liegt darin, dass die Systemumgebung und die Datenbank getrennt wiederhergestellt werden können. Dadurch kann beispielsweise ein Server auf einen funktionsfähigen Stand zurückgesetzt werden, während die Datenbank auf einen aktuelleren oder gezielt ausgewählten Sicherungsstand wiederhergestellt wird.

Zu diesem Konzept gehören in der Regel:

Diese Variante ist in der Regel robuster als ein reines Maschinenbackup, weil logische Fehler in der Datenbank oder versehentliche Änderungen gezielter behoben werden können.

7.4.1.3. Möglichkeit 3: Erweitertes Konzept mit Datenbank-Backup-Spiegel und klassischen Backups

Für Installationen mit erhöhten Anforderungen an Verfügbarkeit und kurze Ausfallzeiten empfiehlt sich ein erweitertes Konzept mit einem zusätzlichen PostgreSQL-Backup-Spiegel über Streaming Replication und ergänzenden klassischen Backups.

Der bestehende Backup-Spiegel wird dabei als laufend aktualisierte Kopie der Produktivdatenbank betrieben. Im Notfall kann der Backup-Server zum neuen Hauptserver hochgestuft werden. Die Details zur Einrichtung sind im Installationskapitel unter PostgreSQL Backup-Spiegel mit Streaming Replication beschrieben.

Wichtig ist dabei ausdrücklich:

Diese Variante ist die beste Grundlage, wenn die Wiederherstellung innerhalb weniger Stunden oder schneller erfolgen soll.

7.4.2. Wiederherstellung und empfohlene Vorgehensweise

Für eine schnelle und vollständige Wiederherstellung sollte nicht nur das Backup selbst vorhanden sein, sondern auch ein klarer Wiederherstellungsablauf.

Empfohlen wird folgendes Vorgehen:

  1. Die Backup-Strategie so wählen, dass Betriebssystem, WebPQ-Anwendung, Datenbank und Konfigurationsdaten gemeinsam oder abgestimmt wiederherstellbar sind.

  2. Sicherstellen, dass zusätzlich zu den Datenbankdaten auch Zertifikate, Lizenzinformationen, Passwörter, Verbindungsdaten und exportierte Schlüssel sicher abgelegt sind.

  3. Wiederherstellung regelmäßig testweise durchführen, damit im Ernstfall keine ungeklärten Schritte offen bleiben.

  4. Backups außerhalb des produktiven Servers oder Rechenzentrums aufbewahren, damit sie auch bei Hardwareausfall oder Standortschaden verfügbar bleiben.

Je nach gewählter Strategie ergibt sich typischerweise folgender Wiederherstellungsweg:

Für minimale Ausfallzeit ist Möglichkeit 3 in der Regel am besten geeignet. Für kleinere oder einfachere Installationen ist Möglichkeit 2 meist der beste Kompromiss zwischen Aufwand, Sicherheit und Wiederherstellungszeit. Möglichkeit 1 ist für einfache Einzelserver-Installationen praktikabel, sofern wirklich alle relevanten Datenträger und Konfigurationsdaten im VM-Backup enthalten sind.


7.5. Informationen zum SSL-Zertifikat des WebPQ Webservers

Die Anwendung, die Sie verwenden, erfordert Zertifikate und Schlüssel im PEM-Format (Privacy-Enhanced Mail). PEM ist ein standardisiertes Format für die Speicherung und Übertragung von kryptografischen Daten, wie Zertifikaten, privaten Schlüsseln und öffentlichen Schlüsseln.

Was ist das PEM-Format?

Das PEM-Format ist ein Textformat, das kryptografische Daten kodiert und diese als Base64-kodierte Zeichenfolgen darstellt. Diese Daten sind von sogenannten "Begin"- und "End"-Markierungen umgeben, um die verschiedenen Typen von kryptografischen Informationen zu kennzeichnen.

Beispiel:

Ein Zertifikat im PEM-Format sieht folgendermaßen aus:

-----BEGIN CERTIFICATE----- MIIDdzCCAl+gAwIBAgIEU1mW... ...klrjDffKwF2MnPxgt1h0DA== -----END CERTIFICATE-----

Ein privater Schlüssel im PEM-Format sieht folgendermaßen aus:

-----BEGIN PRIVATE KEY----- MIIEvgIBADANBgkqhkiG9w0BAQEFAASCBKgwggSkAgEAAoIBAQ... ...jJTZMOyPyjxVrM52mf6w== -----END PRIVATE KEY-----

Warum PEM?

Das PEM-Format wird häufig verwendet, weil es leicht lesbar und einfach zu handhaben ist. Es ermöglicht das einfache Speichern von Zertifikaten und Schlüsseln in einer Textdatei, die in verschiedenen Anwendungen und Servern verwendet werden kann. Wie benutze ich Zertifikate und Schlüssel im PEM-Format?

Verschlüsselung:

Falls der Schlüssel im PEM Format verschlüsselt ist, kann in der Anwendung ein Passwort eingegeben werden, um den Schlüssel zu entschlüsseln und zu verwenden.

Beispiel:

Ein verschlüsselter privater Schlüssel im PEM-Format könnte wie folgt aussehen:

-----BEGIN ENCRYPTED PRIVATE KEY----- MIIEpAIBAAKCAQEA7JzQ+opZX7bPmnB6BBQ5mQgCvZvXq4bD8+Gm3kmK2b7HLkn7 ... -----END ENCRYPTED PRIVATE KEY-----

In diesem Fall ist der private Schlüssel mit einer Passphrase verschlüsselt. Wenn jemand versucht, auf diesen Schlüssel zuzugreifen, wird die Passphrase abgefragt, um die Entschlüsselung zu ermöglichen.

Häufige Probleme:

Falls Sie weitere Fragen zu den Zertifikaten oder Schlüsseln im PEM-Format haben, wenden Sie sich bitte an den Support.


8. Updates

Die WebPQ-Software wird kontinuierlich weiterentwickelt. Innerhalb des Lizenzzeitraums von 12 Monaten sind Updates kostenfrei und können direkt über die Homepage
www.a-eberle.de heruntergeladen werden.

Es wird empfohlen, stets die aktuellste Version zu installieren, um Sicherheitslücken zu schließen und neue Funktionen zu nutzen. Für das Patch-Management stellt die Firma A. Eberle GmbH ein Kundenportal bereit:
https://www.a-eberle.de/news/anmeldung-kundenportal/

8.1. Installation des Updates

Das Update kann direkt über die Installationsroutine eingespielt werden. Hierzu sind administrative Rechte erforderlich.

8.1.1. WebPQ Update

Um das Update einzuspielen gehen Sie wie folgt vor:

Wenn die Update-Berechtigung der aktuell hinterlegten Lizenz bereits abgelaufen ist, kann das installierte System zwar weiter betrieben werden, für neuere Updates ist jedoch eine verlängerte Lizenz beziehungsweise ein erneuerter Wartungsvertrag erforderlich.

Wenn der Installer oder das laufende System eine neue Lizenz verlangt, laden Sie die erneuerte JSON-Lizenz und führen Sie die Aktivierung erneut durch, falls WebPQ dies anfordert.

Sichern Sie vor jedem Update Ihre Datenbank, um Datenverlust zu vermeiden!
Hinweis

8.1.2. Sicherung der Datenbank

Wenn die Datenbank per PostgreSQL betrieben wird, können Sie die Datenbank wie folgt sichern:

Ein laufend aktualisierter PostgreSQL-Backup-Spiegel über Streaming Replication kann die Ausfallsicherheit zusätzlich erhöhen. Diese Spiegelung ersetzt jedoch kein klassisches Backup vor Updates. Für Produktivsysteme wird empfohlen, einen Replikationsserver und zusätzliche reguläre Datenbanksicherungen zu kombinieren. Eine beispielhafte Einrichtung des Backup-Spiegels ist im Installationskapitel unter PostgreSQL Backup-Spiegel mit Streaming Replication beschrieben.

8.2. Support bei Servicefällen

Bei Problemen oder Fragen wenden Sie sich an den A. Eberle Support:

Serviceadresse:

A. Eberle GmbH & Co KG
Frankenstraße 160
D-90461 Nürnberg

Regelmäßige Updates gewährleisten die Sicherheit und optimale Leistung der Software.


9. Produktgewährleistung

A. Eberle gewährleistet, dass dieses Produkt für die Dauer von 12 Monaten ab Kaufdatum aktualisierbar bleibt. Siehe hierzu auch Lizenzmanagement

Die Gewährleistung umfasst keine Schäden, die durch folgende Ursachen entstehen:

Um die Gewährleistung in Anspruch zu nehmen, kontaktieren Sie bitte A. Eberle GmbH & Co. KG in Nürnberg.

A. Eberle GmbH & Co. KG Frankenstraße 160
D-90461 Nürnberg
Tel.: +49 (0) 911 / 62 81 08-0 Fax: +49 (0) 911 / 62 81 08 99
E-Mail: info@a-eberle.de

www.a-eberle.de


10. Versionshinweise

WebPQ displayed on smartphone, desktop monitor, and laptop

Hinweis: Die folgenden Seiten enthalten die Versionshinweise der Software WebPQ und der REST API. Bitte beachten Sie, dass diese Versionshinweise möglicherweise nicht immer den aktuellen Stand der Softwareversion widerspiegeln. Bei Software-Updates kann es vorkommen, dass die vorliegende Beschreibung in einigen Punkten nicht mehr zutrifft. In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an uns oder nutzen Sie die aktuelle Version der Versionshinweise, die Sie auf unserer Internetseite www.a-eberle.de finden.

Herausgeber:
A. Eberle GmbH & Co. KG Frankenstraße 160 D-90461 Nürnberg


10.1. WebPQ Versionen

10.1.1. Empfohlene Firmware der Geräte

GerätetypDSP / HardwareEingängeFirmware-Version / DatumHinweise
PQI-D(A)DSP 100 MHz8 Spannungseingänge2.1.03 (02.06.2021)
PQI-D(A)DSP 100 MHz4 Strom, 4 Spannung3.1.01 (07.05.2014)
PQI-D(A)DSP 200 MHz8 Spannungseingänge4.0.07 (10.05.2011)
PQI-D(A)DSP 200 MHz4 Strom, 4 Spannung5.0.16 (09.04.2014)
PQI-D(A)DSP 300 MHz4 Strom, 4 Spannung7.0.04 (07.07.2015)
PQI-DA smartGen 1, 2 , 34 Strom, 4 Spannung>= 3.4.0Webserver aktiviert
PQI-DEGen 1, 2 , 34 Strom, 4 Spannung>= 3.4.0Webserver aktiviert
PQI-LVGen 1, 2 , 34 Strom, 4 Spannung>= 3.4.0Webserver aktiviert

10.1.2. Datenbank Patches

Patches für die eingesetzte PostgreSQL-Datenbank werden über einen separaten Update-Prozess bereitgestellt. Sie finden die aktuellen Patches im Downloadcenter unter „WinPQ“ in der Rubrik „PostgreSQL Patches“ sowie im Programmverzeichnis unter /PostgreSQL Update/ im Update-Ordner der WebPQ-Installation. Die Vollversion der WebPQ Systemsoftware enthält stets die zum Veröffentlichungszeitpunkt aktuellste Datenbankversion.

Ab diesem Update wird die Verwendung von PostgreSQL v14.21 empfohlen.


10.1.3. WebPQ 2.2.0 - Major Release

Leitticket / thematische Referenz

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Weitere wichtige Erweiterungen

Wichtige Fehlerbehebungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen

Zutreffende bzw. release-relevante Security Issues:

Nicht zutreffende bzw. nicht release-relevante Security Issues:

10.1.4. WebPQ 2.1.8

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen

Non -critical security issues fixed in this release:

10.1.5. WebPQ 2.1.7

Weitere Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen

Non -critical security issues fixed in this release:


10.1.6. WebPQ 2.1.6

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.7. WebPQ 2.1.5

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.8. WebPQ 2.1.4

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen

Alle nicht-kritischen Sicherheitsprobleme wurden in diesem Release behoben:

10.1.9. WebPQ 2.1.3

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.10. WebPQ 2.1.2

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.11. WebPQ 2.1.0 - Major Release

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.12. WebPQ 2.0.11

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

10.1.13. WebPQ 2.0.10

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen

10.1.14. WebPQ 2.0.9

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

10.1.15. WebPQ 2.0.8

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

10.1.16. WebPQ 2.0.7

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.17. WebPQ 2.0.6

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.18. WebPQ 2.0.5

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.19. WebPQ 2.0.4

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.20. WebPQ 2.0.3

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen


10.1.21. WebPQ 2.0.2

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.22. WebPQ 2.0.1

Neuigkeiten, Features und Verbesserungen

Sicherheitsrelevante Inhalte und Anpassungen


10.1.23. WebPQ 2.0.0


10.2. REST API Versionen

10.2.1. REST API v 2.0.0

API Änderungen

Die API wurde auf ihren öffentlichen Teil eingeschränkt und an ein Versionierungsschema angepasst. Dadurch haben sich die Endpunkt-Pfade geändert. Siehe unten für jeden Endpunkt.

Die meisten Endpunkte, die zuvor POST und GET unterstützten, wurden größtenteils auf POST beschränkt. Die Endpunkte, die die Abfrage von Messdaten betreffen, wurden bezüglich der Start-/Enddaten geändert. Die Startdaten sind jetzt ausgeschlossen, die Enddaten sind eingeschlossen.

Die meisten Fehlerantworten fügen jetzt ein 'subCode'-Feld hinzu, das eine allgemeine Problembeschreibung wie 'NOT_AUTHORIZED' oder 'INVALID_PARAMETER' enthält. Dieses Feld kann einfach vom API-Client überprüft werden, um entsprechend zu reagieren.

Änderungen pro API-Endpunkt

/analytics/rawtimeseries -> /api/v1/analytics/rawtimeseries

/analytics/recordings -> /api/v1/analytics/recordings

/analytics/getpqevents -> /api/v1/analytics/getpqevents

/analytics/version -> /api/version

/authenticate/user -> /api/v1/authenticate/user

/master-data/user/getuser -> /api/v1/device/getdevices

10.2.2. REST API 1.0.0


Version: 2.2.0-rc7 | Build-Datum: 2026-04-28T10:33:49.607Z